Kreativwirtschaft
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3D Druck – das Handwerk der Zukunft?

Gerade noch entworfen und wenig später liegt es vor uns: Das Ergebnis kreativer Arbeit in ein paar Minuten ausgedruckt. Das und vieles mehr können die neuen Hochleistungsdrucker in der dritten Dimension. Und die Dinger kommen jetzt auch im Süden an.

Der 3D-Drucker, das neue Universal-Tool der Zukunft, ist in aller Munde. Sobald einer in Betrieb geht, scharen sich die Leute um das kleine Gerät und staunen. Viele Fragen werden gestellt. Wie z.B.: „Wie lange braucht das?“ oder „Was kann ich alles ausdrucken?“, etc. Irgendwie erinnert es an die Zeit, in der wir damals vor den neuen Computern gestanden sind. Gezeichnet wurde im Paint und anschließend am Tintenstrahldrucker ausgedruckt. Die Stimmung hat also etwas von Entdeckerdrang und kindlicher Neugier.

Die neue Technologie stellt den/die DesignerIn wieder in den Mittelpunkt. Man kann wieder vieles selber machen und der Reiz besteht vor allem in der Produktion von Prototypen und Kleinserien. „DesignerInnen greifen gestalterisch in gesellschaftliche Prozesse ein und mit dieser Produktionseinheit gelingt es vielleicht wieder, einen Teil der Produktion zurück nach Europa zu holen“, sagt Gerin Trautenberger, Vorsitzender der creativ wirtschaft austria und selbst Designer.

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Der Wert besteht also im lokalen Produzieren und in der Individualisierung von Produkten. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Die 3D-Drucker werden immer günstiger und somit wirtschaftlicher. Neben diesen neuen Produktionsmöglichkeiten für Kreativschaffende gibt es aber auch noch andere Aspekte des 3D-druckens. Der „Maker-Bewegung“ geht es meist darum, mit eigenen Mitteln technische Lösungen zu realisieren. Es werden u.a. Ersatzteile hergestellt oder technisches Zubehör entworfen. Die Entwicklung dieser Subkultur ist derart schnell, dass man sich in nächster Zeit vieles erhoffen darf.

Derzeit gibt es zwei Möglichkeiten, wie man sich Designs beschafft. Entweder man lädt sie sich in den immer größer werdenden Foren kostenlos herunter oder man entwirft selbst. Dazu ist aber immer noch ein spezifisches Know-How für das Erstellen von dreidimensionalen Elementen entscheidend. Der Gedanke des offenen Designprozesses müsste also in der leichteren Zugänglichkeit und in der einfacheren Erstellung von 3D-Zeichnung anknüpfen.

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Mario Albrecht, 3D Pionier und Süden-Heimkehrer, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kärntner 3D- Drucker-Szene voranzutreiben. Er vertreibt die Geräte inkl. Zubehör und bietet Druckdienste in Klagenfurt an. Verrechnet wird nach Zeit. Das ist also definitiv der kritische Faktor beim Drucken. „Wir glauben fest daran, dass 3D-Drucker in der Zukunft in fast jedem Haushalt stehen werden und dass die Vorteile dieser Technologie für eine rasche Verbreitung sorgen werden“, sagt Mario, der seine Leidenschaft für die neue Technologie in den niederländischen FabLabs entwickelt hat.

Abschließend ist noch zu sagen, dass das Thema der Nachhaltigkeit nicht außer Acht gelassen werden darf. Plastik ist jenes Material, das hauptsächlich zum Drucken verwendet wird. Recyclen ist also auch beim 3D-drucken wichtig. Sonst leben wir bald in einer Welt voller individualisiertem Plastikzeug.

pix: Barbara Abel


Barbara Abel
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Barbara Abel: Architekturstudium an der FH Kärnten – Spittal an der Drau und an der Arkitektskolen Aarhus Dänemark Diplom 2009 | Seit ..
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