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Von Alina Kraschl, Fotos: vom Autor

Auftritt die Prüfungsphase

So sitze ich hier, im Schatten von weitgefächerten, nur vereinzelt wie durch Fenster Licht durchlassenden – Mauern meiner Küche. Lernsachen vor mir, Zitronenwasser neben mir und 31 Grad um mich herum. Warum ich mich solcher Tortur unterziehe? HA – es ist Prüfungszeit und ich lächle gerade gezwungen vor mich hin. Müsste ich beschreiben, wie das Uni-Leben in der AAUni zur Zeit so abgeht, wüsste ich nicht, was ich sagen sollte. Ich habe die Uni seit einer Woche nicht mehr von innen oder außen gesehen, da mein schwaches Gemüt keinen Stress mag und deswegen Fieber produziert hat – dabei habe ich gedacht Sport stärkt das Immunsystem, aber der Sport hilft auch nichts, wenn man keinen machen kann, da man ja keine Zeit hat. HM.

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Um fair zu sein: das ist nicht immer so, diese Phase passiert (bei mir) in ganzen zwei Semestern ganze zwei Mal, was natürlich nicht zu beklagen ist. Den Rest des Jahres verbringe ich so dahinrieselnd aber – erstaunlicherweise – verbessern sich meine Kenntnisse tatsächlich von Tag zu Tag. (Also Leute, seht, dass ihr Sprachen studiert, dann habt ihr auch so viel Hängzeit wie ich)

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Die Prüfungsphase an der Uni als kollektives Leiden sieht manch einer (die meisten) als nichts wirklich Gutes an. Man sitzt drinnen, während andere Leute baden, weil man selbst nicht die Gabe hat, von einem Zettel zu lesen und dabei zu lernen, sondern alles haargenau aufschreiben muss, um sich etwas zu merken. Das geht leider nicht im Liegen. Oder man sitzt im Loretto, auf dem hohen Tisch abseits der Menge mit seinem Café mit echter Milch ohne Milchpulver und seinem etikettierten Kurbelspitzer und denkt verträumt an die Zeit voraus, in der der Business-Beach aufgebaut steht und fragt sich, warum man mit der Prüfungsphase im Juni und nicht im Juli oder August gestraft wäre, denn dann hätte man auch am See einen Platz zu lernen und freien WIFI-Access….

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Fakt ist jedoch, dass ich, obwohl ich hier sitze und mir etwas Besseres zu tun vorstellen könnte, mir denke, dass es mir blendend geht. Um ehrlich zu sein, auch wenn nun Augenbrauen-hochziehen aus der Menge zu sehen ist, ich liebe es, zu lernen. Ich liebe es, etwas Neues zu sehen, zu sagen, zu denken, zu spüren und damit gehöre ich anscheinend, wie es einmal jemand nett ausgedrückt hat, zu den Menschen, die 99% der Bevölkerung hasst. Wenn man mich nun fragt, ob ich die Prüfungsphase denn nicht auch so schrecklich finde, wird man von mir selten ein „boah ja“ hören (wohl aber auch nicht ein „nein also ich finds eigentlich recht cool“, denn dann merke ich auch, dass ich zu diesen Menschen gehöre, die 99% der Bevölkerung hasst..).

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Also für alle Studierenden, die das hier lesen: Handy weg und nehmt die Prüfungen nicht ganz so schwer (außer ihr seit natürlich im Bachelor, Master oder Doktor, oder ihr habt eine Prüfung schon 3 mal wiederholt und dies wäre der letzte Versuch), in drei Wochen (Maximum) ist das ganze Übel vorbei und ihr könnt gechillt ins Loretto starten und euch um 12 Euro eine Stand-Up-Paddling-Stunde am Wörthersee gönnen!

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Alina Kraschl
Ist die neue Alina IMSÜDEN.AT, studiert südliche Sprachen an der Klagenfurter Uni und erhofft sich in ihrem Leben Ruhm, Ehre und ein paar Bücher (und Essen und Tiere). Schreibt neuerdings den Blog zum Studi-Leben in der AAUni-Stadt und findet ihre Ideen am Besten im Como mit einem Brownie.
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