Interview
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„Die spannendste Spielwiese des Südens“

Casino-Manager Hannes Markowitz war früher mal eines der erfolgreichsten Männermodells überhaupt, hat er allerdings mittlerweile umgesattelt und bespaßt nun mit seinen über 220 Mitarbeitern 364 Tage im Jahr ca. 300.000 Besucher im Entertainment Casino Velden. Wie gut er und sein Team das drauf haben, lässt sich zum Beispiel beim kommenden BAL DU CIRQUE FANTASTIQUE am 25. April besichtigen. Uns hat er aber auch noch erzählt, wo er her kommt und was er sich für die Zukunft von Velden vorstellt, wünscht und umsetzen will.

Früher, also wirklich ganz früher, als Niki Lauda noch Grand Prix fuhr, Otto Retzer noch kellnerte und Janine Schiller menschlich aussah, war in Velden die Hölle los und die Society schüttete jeden Sommer mit rauen Mengen Schampus um sich. Das Monaco am Wörthersee war der Hot Spot für die Reichen und die Schönen. Leider sind Gunther Sax, Roy Black und sogar Udo Jürgens, teilweise schon längst, nicht mehr und Velden auch nicht gerade auf der Höhe. ABER am sogenannten Corso, dem zentralen Spot des Edeldorfes, tut sich wieder was. Das CASINO VELDEN, schon immer Wirtschaftsmotor der exklusiven Gemeinde, hat umgebaut und erstrahlt seit 2014 in neuem Glanz. Davor gibt es einen sogenannten Shared Space, ein Verkehrskonzept, das auf gegenseitigem Respekt basiert. Schöne Sache! Und weil wir grade bei schönen Sachen sind, treffen wir auch gleich Casino-Manager Hannes Markowitz zum Interview. Der war mal eines der erfolgreichsten Männermodells überhaupt und schaut auch heute noch ganz gut aus…

IMSÜDEN.AT: Hallo Hannes! Schönes Casino hast du da!
Hannes Markowitz: Ja, wir bemühen uns. Letztes Jahr haben wir mit dem ersten BAL DU CIRQUE FANTASTIQUE ja nicht nur 25 Jahre CASINO VELDEN, sondern auch die Fertigstellung des Umbaus gefeiert.

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IMSÜDEN.AT: Was? Das Casino ist erst knackige 25?
Hannes Markowitz: Zumindest an diesem Standort. Davor war es in der Villa Bulfon. Erst seit 1989 ist es hier am Corso 17 und hat mit seiner flachen Pavillonbauweise, seinen Pyramiden und Rundbauten das Ortsbild Veldens sicherlich geprägt. Das wollten wir mit dem Umbau weiterführen und haben den Charme der Achtziger, mit seinen Ecken und Kanten, durch das wellenartige Vordach gebrochen. Dazu der Shared Space, der aus der Straße eine richtige Piazza macht. Und wir können die gesamte Casino-Front öffnen, dann geht die Piazza praktisch rein ins Casino. Damit unterstreichen wir das mediterrane Flair, das Velden ohnehin hat.

IMSÜDEN.AT: Du scheinst auf Architektur abzufahren… Ungewöhnlich für ein Supermodel. Wie kommt das
Hannes Markowitz: Na Supermodel war ich jetzt keines. Ich hatte nur so um 1999/2000 rum das Glück, ins Modelbusiness zu rutschen und hab da auch mal den Supermodel of the World Contest gewonnen. Ich war für internationale Labels in Mailand, Paris und so weiter unterwegs. Das war für einen 20-Jährigen natürlich genial. Ich hab viel gesehen, wahnsinnig interessante Leute kennengelernt, dazu einige Sprachen. Außerdem hab ich versucht, was von der Welt zu sehen auf meinen Reisen und die auch immer mit Architekturführungen und dergleichen verbunden. Denn das war bzw. wurde damals ja mein eigentlicher Hauptberuf.

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IMSÜDEN.AT: War klar, dass du neben dem Modeln noch einen Nebenjob brauchst, scheint man ja richtig wenig zu verdienen, sehen ja auch alle so verhungert aus, deine Ex-Kollegen (lacht).
Hannes Markowitz: Jaja (lacht). Bei mir war das Modeln immer eher ein Nebenjob, denn ich komme ursprünglich aus dem Architekturmarketing. Beziehungsweise, ganz, ganz ursprünglich aus Spittal und aus einer Unternehmerfamilie. Die Firma baut Elektro- und Lichtinstallationen und ich durfte schon als Kind immer mitbasteln. Da habe ich gelernt, dass es in einer Firma nicht auf einen oder wenige ankommt, sondern immer auf alle. Und ich hab sicher das Interesse und das Gefühl für Raumgestaltung und vor allem Licht mitbekommen. Das hat mich dann in ein Architekturbüro geführt, wo ich schließlich immer mehr in Richtung Grafik und Marketing ging. Auch Konzept und Standort-Entwicklung wurden mein Geschäft. Das war damals ein Büro mit mehreren internationalen Standorten, was sich wiederum mit der Modelkarriere ganz gut zusammengefügt hat.

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IMSÜDEN.AT: Aber trotzdem warst du immer Südländer at Heart, oder?
Hannes Markowitz: Auf jeden Fall! Gerade weil ich viel rumgekommen bin, ist mir sehr klar, wie außergewöhnlich schön der Flecken Erde ist, auf dem wir hier leben dürfen. Eine extrem hohe Lebensqualität ist für uns etwas ganz Normales. Das weiß ich zu schätzen und das ist auch meine Triebfeder hier im Land was weiterzubringen, besonders in Velden mit dem Casino.

IMSÜDEN.AT: Und wie soll das bitte gehen? Mit Glücksspiel?
Hannes Markowitz: Das Casino Velden ist ja nicht nur ein Glücksspielbetrieb, sondern gemeinsam mit dem Casino in Baden auf Entertainment ausgerichtet. Wir haben über 300 Veranstaltungen im Jahr und können das gesamte Haus, oder Teile davon, von der Dekoration bis zum Lichtdesign auf den jeweiligen Anlass zuschneiden. Damit sind wir eine extrem flexible Event-Location für Kongresse, Firmenfeiern, Partys, Galas und Bälle…

IMSÜDEN.AT: Da ist jetzt das richtige Stichwort. Ihr habt doch heuer wieder so eine irre Freakshow vor oder?
Hannes Markowitz: Ja, haben wir! Am 25. April findet bei uns der zweite BAL DU CIRQUE FANTASTIQUE statt…

IMSÜDEN.AT: Jaja, fantastische Reise, magischer Abend usw…. wir kennen die Presseaussendung, die Fotos vom Vorjahr und das ganze Klimbims, aber wie seid ihr bitte auf die irre Idee gekommen, aus dem Casino ein Zirkuszelt zu machen?
Hannes Markowitz: (lacht) Naja, der Anlass war natürlich das Jubiläum 2014, da wollten wir eine Gala machen. Zur gleichen Zeit wurde auch immer klarer, dass es keine Unigala mehr geben wird und die Redoute sich auch einschränkt. Also haben wir einen Markt gesehen und sind auf die Unigala-Macher von bigbang rund um Christian Smerietschnig zugegangen. Da hat sich dann relativ schnell herauskristallisiert, dass wir ähnliche Zugänge und Ideen hatten und so sind wir auf die Zirkus-Sache gekommen. Auch weil es mir persönlich immer wichtig ist, das Kind in den Menschen zu wecken.

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IMSÜDEN.AT: Und wie weckt ihr die Kinder?
Hannes Markowitz: Das fängt schon vor der Türe an, wo wir einen roten Teppich inszenieren. Da ist auch die Presse selbst Teil der Inszenierung und unsere Artisten und Figuren sind die Stars, mit denen sich die Gäste fotografieren lassen können. Wir haben ja eine sehr auffällige Kampagne mit starken Charakteren, wie Michi Kuglitsch unserem Chef-Clown. Die Leute kennen diese Figuren also schon und wollen mit ihnen auch über den roten Teppich gehen.

IMSÜDEN.AT: Aber ein Zirkus besteht ja nicht nur aus Clowns! Wo bleibt die Zuckerwatte? Wo die Elefanten?
Hannes Markowitz: Elefanten sind leider aus. Aber Zuckerwatte haben wir natürlich! Genauso wie Artisten, Schlangenfrauen, Magier und allerlei Getier. Es sind an die 100 Künstler unterwegs, die jeder drei bis vier Rollen haben. Da ist der eine zuerst ein Einradfahrer am Eingang, dann Tischmagier im Galabereich und schließlich noch Schlangenmensch im Spielsaal. So hat man das Gefühl in eine andere Welt einzutauchen. Eine fantastische Welt!

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IMSÜDEN.AT: Klingt wirklich ziemlich irre…
Hannes Markowitz: Ist es auch! Das Team von bigbang ist in der Inszenierung dabei auch sehr detailverliebt. Es gibt heuer zum Beispiel die „kleinste Bar der Welt“ bei uns IN der Garderobe. Mit einem Schlüsselloch als Entreè, einem Schrumpfspiegel, kleinen Gläsern, geringer Raumhöhe und Kleinwüchsigen als Kellnern. Es wird auch Pole-Dance-Artistik und natürlich ein tolles Bühnenprogramm rund um Moderator Alfons Haider geben. Ein fantastisches Fest, soviel ist sicher!

IMSÜDEN.AT: Alles klar. Und dann? Wie geht es weiter nach der Party? Wo soll Velden hin?
Hannes Markowitz: Ich sehe für Velden und auch für ganz Kärnten noch großes Potential in der Nebensaison. Wir haben mittlerweile, gerade im September und Oktober, große Stabilität beim Wetter und da können wir ansetzen. Außerdem sehe ich für Velden auch noch Chancen im hochklassigen Handelssegment. Der 4-5 Sterne-Gast, den wir hierher holen, der will auch einkaufen können. Deshalb find‘ ich es auch super, dass jetzt der GRÜNER hier einen Shop eröffnet hat und ich hoffe, dass Velden vielleicht einmal sowas wie die Drehscheibe des Kärntner Hochklasse-Handels wird, vielleicht sogar österreichweit.

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IMSÜDEN.AT: Und dein Casino?
Hannes Markowitz: (lacht) MEIN Casino? Das gehört nicht mir, sondern den Casinos Austria und die gehen momentan den Schritt von „Machen Sie Ihr Spiel“ nach „Casinos Austria – Das Erlebnis“, das kommt unserem Ansatz hier in Velden natürlich entgegen, denn unsere interne Leit-Vision ist schon immer: „Die spannendste Spielwiese im Süden.“ Hier gibt‘s ja schon ein Spielcasino, Lichtspiele, Wasserspiele, einige Gaumenspiele und sogar einen Kinderspielplatz mit Seeblick. Passt also perfekt.

IMSÜDEN.AT: Na, dann pass mal lieber auf, dass du nicht alles verspielst (lacht).
Hannes Markowitz: Jaja, sehr lustig! Hör ich auch zum ersten Mal (lacht). Nein, im Ernst, wir sind auf einem guten Weg hier mit dem Casino. Mit der Eröffnung der GIG-Bar bzw. des Clubs haben wir auch Glück gehabt, die neuen Pächter Rene Schoahs und Christian Aigner machen das super und auch in unserer Gastronomie setzen wir auf heimische Spitzenqualität und verwenden fast ausschließlich regionale Produkte. Wir haben im Jahr ja ca. 30.000 Dinner in unserem Restaurant.

IMSÜDEN.AT: Das ist ein gutes Schlusswort! Wir würden deine Statistik gerne aufbessern indem du uns zum 30.001. Dinner einlädst, und sagen danke für das Interview!

 

Pix: Johannes Wouk & TINEFOTO & WIENMODELS


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Johannes Wouk
Johannes Wouk hat studiert. Er hat aber auch gearbeitet. Heute ist er selbstständig, schreibt und macht was mit Kommunikation. Für IMSÜDEN.AT ..
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