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Chairway to Heaven

Daniela Lindhuber von der artigundhuber Kulturagentur besuchte die Aufbauarbeiten des Chairway to Heaven – Pop Up Shops, der im Kunst Raum Villach eröffnet hat. Bei dieser Gelegenheit kam ihr die Designerin Christina Berger vor Diktiergeräte und Linse – eine kleine Einführung zu unserer zukünftigen IMSÜDEN-Bloggerin.

Christina Berger ist Designerin, Mutter, Allround-Talent und lebt in Wien, also freiwillig. Warum wir sie trotz falscher Postleitzahl unheimlich interessant finden, was es mit ihrem neuesten Projekt auf sich hat und wie sich die Wahl-Wienerin IMSÜDEN integriert, hat sie uns erzählt, während wir Ivars zusammenschraubten.

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IMSÜDEN.AT: Du lebst und arbeitest in Wien, freiwillig offenbar, was treibt dich dann zu uns in den viel schöneren Süden?
Christina Berger: Na ja, zum einen ist das mit dem freiwillig so eine Sache, aber bleiben wir beim Wesentlichen. Ich hab Familie hier, bin ja selber Kärntnerin und mit meinem Lutz regelmäßig zu Oma unterwegs. Außerdem hab ich in Villach ja auch viele Freunde und Kollegen, mit denen ich das eine oder andere Projekt in Planung habe.

IMSÜDEN.AT: Klingt spannend, das heißt, du bist in Zukunft öfter hier?
Christina Berger: Auf jeden Fall, ich unterstütze Pleamle im Designbereich, das war schon mal eine herrliche Zusammenarbeit und da freu ich mich auch auf die Zukunft! Urlaub machen tu ich auch gerne hier, also ja, „öfter“ trifft’s!

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IMSÜDEN.AT: Dein aktuelles Projekt IMSÜDEN ist der Pop Up Shop CHAIRWAY TO FASHION, was hat’s damit auf sich?
Christina Berger: Ich mag Konzeptarbeit, schnelles Skizzieren, unkompliziertes Umsetzen und die Kurzlebigkeit des Projektes. Das ist ein spannendes Korsett, in dem ich mich auch bei meinem aktuellen Pop Up Shop bewege: Das Sessel-Regal steht im Mittelpunkt, schnell aufgebaut, schöne Symmetrie. Es entstehen ganz eigene Formen und die Mode kommt optimal zur Geltung! Diese Stücke müssen wirken, es soll ja nicht vollgestopft sein.

IMSÜDEN.AT: Und warum Pop Up Shop?
Christina Berger: 80% meiner Freunde in Wien kommen aus dem Designbereich und ich unterstütze sie einfach sehr gerne! Das Sortiment des Shops bietet für jeden etwas – vom 25 Euro Siebdruck-Shirt bis zum 200 Euro Seidenkleid ist alles dabei. Man muss ja auch realistisch sein, die Leute, die die Kohle haben, um sich teure Designermode zu kaufen, interessieren sich weniger für Jung-Labels, und wer sich für Jungdesigner interessiert, verfügt meist über wenig Budget – das berücksichtige ich bei meinen Pop Up Shops.

IMSÜDEN.AT: Du bist also Designerin, was macht man eigentlich als so jemand und wie wird man dazu?
Christina Berger: Tja, ich arbeite in Wien, aktuell für die Gebrüder Stitch und fürs Familie Rockt Magazin im redaktionellen Bereich mit Kolumne und Must-Have-Seite. Ich bin eigentlich keine klassische Modedesignerin mehr, ich mache Auftragsarbeiten, arbeite mit Labels zusammen, klassisches Dienstleistertum sozusagen. Selbst habe ich schon lange keine Kollektion mehr umgesetzt – gut  das liegt natürlich auch daran, dass man Geld verdienen muss, aber auch generell ist das ein harter Markt. Als ich mit 26 mein erstes Stipendium bekommen habe, dachte ich mir: „Wahnsinn! 6.000 Euro für eine Kollektion! Ab nach Paris!“ Na ja, in dem Business lernte ich schnell, dass Designer-Sein bei dem hohen Materialeinsatz alles andere als ein Zuckerschlecken ist, obwohl ich auf den Fashion-Weeks unterwegs war und Läden in Berlin meine Sachen verkauft haben. Und ich bin ohnehin weniger interessiert am Endprodukt – mich interessiert der Prozess, das Konzeptionelle.

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IMSÜDEN.AT: Das heißt, du warst nicht an einem Kolleg, sondern an der Angewandten, oder?
Christina Berger: Genau! (lacht) Vielleicht liegt’s auch daran, ich kann ja gar nicht schneidern! Wobei es dort auch Top-Schneider gibt, aber mich fasziniert die künstlerische Seite des Ganzen. Mir ging’s nie darum, Mode zu machen, ich hätte auch Grafikdesign gemacht. Mir war’s immer nur wichtig, dass ich am Ende etwas in der Hand hab. Der kreative Prozess – vom Konzept über die Ausarbeitung – und dann ist auch schon Schluss bei mir, also mich interessiert die Umsetzung dann auch nicht mehr.

IMSÜDEN.AT: Du schreibst ja in Zukunft auch für IMSÜDEN. Was erwartet uns in deinem Blog?
Christina Berger: Na ja, die klassische Berger’sche Art halt – ein bisschen etwas Modisches, ein bisschen etwas Scharfzüngiges, ein leichter Hauch Wienerisch und halt darüber, wie’s einem als Kärntnerin in Wien so geht – so sehr ich’s auch schätze, so sehr geht’s mir auch am A*** – ein Lifestyle-Blog halt. Ich werde euch aber auch nicht nur über Mode erzählen, die Welt der Kunst ist ja doch etwas größer.

Wir finden, das hört sich gut an: Kunst, Mode, ein Hauch Wien und was die Berger’sche Art ist, tja, ein bisschen Überraschung muss auch sein. Wir schrauben jetzt noch ein wenig und sabbern dann zu Hause auf das schicke Teil, das wir pre-pop-up-geshoppt haben, und euch raten wir, vor 4. April in Villach vorbeizuschauen!

CHAIRWAY TO FASHION

Im Rahmen der Ausstellung ‚Was ist Kunst ?‘ im Kunst Raum Villach wird in Kooperation mit der Villacher Modedesignerin Christina Berger ein Pop Up Shop installiert, in dem der Kunst Raum sich auch fragt: „Wo ist die Kunst in der Mode, ist Mode Kunst?“

7 Wiener Jungdesigner stellen ihre Arbeiten aus, die auch käuflich zu erwerben sind!

20.März 2015 – 04.April 2015 im KUNSTRAUM, Hauptplatz 10, 9500 Villach

Öffnungszeiten: Montag – Samstag 15.00-19.00
Samstag, 04.April, 10.00-13.00

Specials:
01.04. Cocktail Night Shopping
04.04. Last Chance

 

Pix: Daniela Lindhuber


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