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„Ich bin selbst erstaunt, wie gut’s funktioniert“

Am BUSINESSBEACH in Drobollach am Faaker See tummeln sich die jungen Innovativen. Neben Fabian Gutbrod von add-e treffen wir dort auch Alexander Elbe von crank-e. Der Name klingt vielversprechend und als wir neugierig nachfragen, was dahintersteckt, werden wir nicht enttäuscht. Aber lasst euch doch einfach selbst überzeugen!

IMSÜDEN.AT: Was ist crank-e und wer bist du?
Alexander Elbe: Crank-e ist ein Umrüstsatz, der aus einer klassischen Vespa eine moderne eVespa macht. Und ich bin der Erfinder des Ganzen.

IMSÜDEN.AT: Wann, wie und vor allem warum hast du dir das ausgedacht?
Alexander Elbe: Das war im Studium. Das Interesse an Motorrollern war da und die Vorteile von elektrisch betriebenen Fahrzeugen waren mir bewusst. Ich wollte das klassische Design der Vespa mit effizienter, innovativer Technik von heute vereinen. Zuerst drehte sich nur mal meine Bachelorarbeit um diesen Gedanken, aber irgendwann ist das alles ausgeartet.

IMSÜDEN.AT: Was meinst du mit ausgeartet?
Alexander Elbe: Ich hatte nie das konkrete Ziel, mich mit der Idee selbstständig zu machen. Ich wollte mir anfangs einfach selbst eine eVespa bauen, mehr nicht. Ich wurde dann aber immer öfter gefragt, ob ich das in Serie bringen will und mir wurde gesagt, wie toll das Produkt doch ist. Es bildete sich schließlich ein Start-Up Campus an der FH in Villach und da besuchte ich ein paar Veranstaltungen. Alle waren voll motiviert, das ist ansteckend.

IMSÜDEN.AT: Und du hast dir die Scheine entgegenfliegen gesehen und bist sofort aufgesprungen
Alexander Elbe: Nicht ganz, aber man muss vielleicht echt ein bisschen größenwahnsinnig sein, um sich das zu trauen. Vom Techniker, der sich was Lustiges ausdenkt und im Keller dran tüftelt bis zum Unternehmer, der mit seiner Idee erfolgreich ist, ist es schon ein echt beschwerlicher Weg. Und ehrlich gesagt, ich bin selbst erstaunt, wie gut’s funktioniert.

IMSÜDEN.AT: Sind aber nicht eigentlich eh schon genügend eRoller am Markt?
Alexander Elbe: Das stimmt, es gibt schon eRoller. Das Einzigartige an crank-e ist, dass wir ja keinen neuen Roller bauen, sondern vorhandene Vespas umbauen. Technisch ist es grundverschieden zu dem, was bisher da war. Das Getriebe wird dabei weitergenutzt. Das heißt, dass die eVespa nicht, wie andere elektrisch betriebene Fahrzeuge, fast keinen Ton von sich gibt, sondern durchaus eine unverkennbare Klangkulisse vorhanden ist. Auch die Gangschaltung bleibt beim Umbau erhalten. Das tut einiges fürs Fahrgefühl und für eine schnelle Beschleunigung.

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IMSÜDEN.AT: Mit der Idee könnte man, wenn man’s so gut macht wie du, wahrscheinlich überall Erfolg haben. Warum hast du crank-e in Kärnten aufgezogen?
Alexander Elbe: Hier sind einfach super Gegebenheiten dafür. Ich bin auch auf die richtigen Leute getroffen, wie zum Beispiel Erwin Smole als meinen Business Angel und ich bin stark von der Startup Initiative der FH Kärnten und dem build! Gründerzentrum unterstützt worden. Wir fertigen auch komplett hier in Kärnten. Was wir nicht selber machen, geben wir an Professionisten auch hier im Raum weiter.

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IMSÜDEN.AT: Das klingt ja alles so, als hätte bei dir alles reibungslos geklappt und als wäre alles so gelaufen, wie du’s dir vorgestellt hast.
Alexander Elbe: Ich bin nicht unzufrieden, ich bin aber sicher nicht den einfachsten Weg gegangen. Von der Idee 2011 bis zum Produkt, wie es jetzt ist, haben einige Umwege geführt.

IMSÜDEN.AT: Zum Beispiel?
Alexander Elbe: Naja es gab schon hin und wieder Leute, die mir gut gemeinte Tipps gegeben haben und mich auf neue Ideen gebracht haben. Das war aber nicht unbedingt immer zielführend. Ich kann auch allen den Rat geben, dass man, sobald man ein Ziel gefunden hat, dieses nicht mehr aus den Augen verlieren soll. Also es ist schon gut, die Ohren zu spitzen, wenn von außen Ideen zum eigenen Projekt kommen. Man muss das dann aber auf jeden Fall filtern und sich auch nur von den Einflüssen inspirieren lassen, die einen näher zum Ziel – und nicht vom Weg abbringen.

IMSÜDEN.AT: Was für ein schöner Schlusssatz, danke Alexander. Wir hoffen, man sieht sich, hier am BUSINESSBEACH.

(pix: Tadeja Mischkulnig, Alina Hainig)


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Alina Hainig
Alina Hainig | im Süden geboren, aufgewachsen und (fast) ausgewachsen | hat das BG Tanzenberg besucht | hat ein Praktikum bei IMSÜDEN.AT gemacht ..
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