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„Da brauchen wir keine Phantasiewelten zu erfinden“

Österreichisch sprechende Puten haben die CREOS-Jury überzeugt: Die SMUCK, ROYER & DIE EINS Werbeagentur hat richtig gute Werbung gemacht für die WECH Geflügel GmbH. Kein Wunder, schließlich vertrauen die Geflügelproduzenten aus dem Lavanttal schon seit bald 20 Jahren auf die Agentur mit Landeiern. Eine regionale Erfolgsgeschichte mit Seltenheitswert.

„Renoviert wird!“, bei der WECH Geflügel GmbH in St. Andrä im wunderschönen Lavanttal, als wir dort zu einem Interview aufschlagen. Zum Glück ist der neue Konferenzsaal schon fertig und wir können gepflegt in ein Meeting platzen, in dem Marketingchef und Geschäftsführer Karl Feichtinger mit den Werbern der SMUCK, ROYER & DIE EINS Werbeagentur die neueste Marktkommunikationsstrategie ausbaldowert. Wie diese aussieht, wollen sie uns noch nicht verraten, aber dafür dürfen wir sie über ihren CREOS-Winning-Spot, mit den sprechenden Puten, ausfragen. Auch gut!

IMSÜDEN.AT: Die Creos Jury meinte zu eurem Werbespot mit den sprechenden Puten: „Unterhaltsame und einprägsame Umsetzung der Botschaft „österreichische Herkunft“, ohne belehrend zu wirken.“
Karl Feichtinger: Und recht hatte die Jury. Das ist damals entstanden, als die Transparenz am Putefleischmarkt in Österreich bei weitem nicht so gegeben war, wie es heute der Fall ist.
Gerhard Smuck: Damals geisterte die „Billigpute aus dem Osten“ durch die Medien, und daher haben wir mit unserer Kampagne österreichische Qualität wieder in den Mittelpunkt gestellt.

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IMSÜDEN.AT: Schon klar, machen ja alle. Aber das Besondere ist doch, dass sich die Puten selbst werben, indem sie „österreichisch“ sprechen.
Karl Royer (via Skype aus Wien zugeschalten): Die Herausforderung bestand darin, Themen wie Herkunft oder gentechnikfreie Qualität so zu erzählen, dass auch die Werbepausen gähn-frei bleiben. So kamen wir auf die sprechenden Puten.

IMSÜDEN.AT: Schön, dass du dich zu Wort meldest, Gerhard. Du bist ja der WECH-Veteran im SR1-Team, oder?
Gerhard Smuck: Wenn du dich traust mich so zu nennen (lacht). Nein, aber stimmt – ich betreue WECH schon seit bald 20 Jahren, früher als DIE EINS und jetzt mit meinem Sohn und Karl Royer mit der SMUCK, ROYER & DIE EINS Werbeagentur.

IMSÜDEN.AT: So eine lange Kundenbeziehung ist in unserer schnelllebigen Zeit ja recht ungewöhnlich. Wie habt ihr es solange miteinander ausgehalten?
Karl Feichtinger: Das mag ungewöhnlich sein, aber für uns ist es ideal. Über die Jahre hat sich die Agentur soviel Fachwissen über WECH und unsere Produkte angeeignet, dass wir auf Augenhöhe miteinander kommunizieren können. Das bringt natürlich viele Vorteile und macht es einfach unkomplizierter.
Philipp Smuck: Ich bin ja praktisch in der Agentur mit WECH aufgewachsen. Und wir haben da glaub ich auch einen ganz guten Record, weil wir in den letzten zehn Jahren beinahe jedes Jahr einen Preis damit gewonnen haben.

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IMSÜDEN.AT: Angeber! Aber woran liegt das deiner Ansicht nach? Hühnerfleisch ist ja jetzt nicht besonders sexy…
Philipp Smuck: Das nicht, aber wir haben das Glück, das WECH in der Produktion eine sehr glaubwürdige Position einnimmt, durch die wir ehrliche Geschichten über Qualität erzählen können. Das ist gerade im Zeitalter der sozialen Medien ein großer Vorteil. Da müssen wir keine Phantasiewelten erschaffen, wie etwa das Rauchtal, sondern können ganz ehrlich kommunizieren.

IMSÜDEN.AT: Was macht WECH als Geflügelfleischproduzent so besonders glaubwürdig?
Karl Feichtinger: Erstmal sicherlich unserer Erfahrung. Wir haben uns in den letzten 60 Jahren vom klassischen Hendlproduzenten zum allumfassenden Weißfleischproduzenten entwickelt. Neben Hühnerfleisch produzieren wir auch Truthahnfleisch, diverse Wurstsorten, Convenience- und Halbconvenienceprodukte. Dabei gehen wir auch von Beginn an neue Wege, sind den meisten Standards einen Schritt voraus, und gerade in der Produktion immer schon Vorreiter gewesen.

IMSÜDEN.AT: Das bedeutet konkret?
Karl Feichtinger: Das wir mit unseren WECH-Garantien den Tierschutz- und Produktions-Vorschriften voraus sind. Was uns außerdem von den meisten anderen am Markt unterscheidet, ist unser klares Bekenntnis zu den Bauern als Partner. Wir gehen langfristige Partnerschaften mit regionalen Profis ein. Das ist auch ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

IMSÜDEN.AT: Und die Agentur geht diesen Weg mit euch?
Karl Feichtinger: Ja, ich halte es auch nicht für ratsam die Werbeagenturen wie die Unterwäsche zu wechseln. Gerade in unserem Geschäft braucht die Agentur eine gewisse Erfahrung mit dem Produkt und dem Markt.
Karl Royer: Wir lernen da auch immer wieder dazu. Es wird also nicht langweilig. Die Themen und Marktgegebenheiten ändern sich immer wieder und darauf müssen wir reagieren. So wie damals mit dem Putenspot. Da wollten wir ja ursprünglich eigentlich sogar einen bösen „Vladimir PUTEN“ erfinden…
Karl Feichtinger: Im Rückblick waren wir mit den österreichisch sprechenden Puten aber sicherlich besser dran…

IMSÜDEN.AT: Gutes Stichwort: Wie zum Teufel bringt man Puten zum Sprechen? Wie habt ihr den Spot gemacht?
Karl Feichtinger: Zum Glück sind Puten ja sehr neugierige Tiere…
Karl Royer: Das ganze Set war zwei Tage damit beschäftigt, die Puten bei Laune zu halten. Die Kamera lief mit und aus dem Material entstanden dann fünf Spots. Mein Lieblings-Outtake zeigt Gerhard dabei, wie er mit vollem Körpereinsatz, mit einem Wischmop und Maiskörnern bewaffnet ein paar Puten kreuz und quer durch die Scheune jagt.

IMSÜDEN.AT: Die Spots haben dann sicherlich auch auf Facebook gut funktionert…
Philipp Smuck: Ja, natürlich. Auf Facebook sind wir mit WECH schon sehr früh neue Wege gegangen. Vor über sechs Jahren haben wir mit „Was tun mit Huhn“ auf die Sozialen Medien, und eine junge Zielgruppe, gesetzt und damit sehr viel Erfolg gehabt. In unserer neuen Kampagne haben wir Max und Moritz für uns eingespannt. Und die zwei frechen Jungs treiben online, sowie offline, allerlei Schabernack.
Gerhard Smuck: Ja, wir haben auf Facebook über 11.000 österreichische Fans, die wir über die Jahre aufgebaut haben. Gar nicht so schlecht für einen Geflügelfleischproduzenten.

IMSÜDEN.AT: Respekt!
Gerhard Smuck: Respekt muss man da vor allem vor WECH haben. Denn WECH behauptet sich seit Jahren als „Einzelkämpfer“ mit einer eigenständigen Marke gegen die Handelsriesen und ihre Eigenmarken.
Philipp Smuck: Und das zahlt sich auch aus, denn die Leute wissen, das WECH eine österreichische Firma ist, bei der viel Wert auf Qualität gelegt wird und alles transparent abläuft.

IMSÜDEN.AT: Was macht WECH zu einem guten Kunden für euch als Werbagentur?
Karl Royer: Aus meiner Sicht vor allem die vorher erwähnte Kommunikation auf Augenhöhe, das Vertrauen in die Agentur seitens WECH und der Mut zu Neuem.
Philipp Smuck: Abgesehen von den ganzen Sachen, die wir ja schon erwähnt haben, schätzen wir, dass hier Entscheidungen noch auf kurzem Weg getroffen werden und nicht über ein halbes Jahr durch 17 Marketingdistanzen müssen, bevor wir was umsetzen können. Das ist aus Agentursicht sehr angenehm.
Gerhard Smuck: Und auch der Mut, den WECH immer wieder beweist, macht es uns natürlich leicht. Das sieht man ja auch am prämierten Spot.

IMSÜDEN.AT: Und umgekehrt? Was mach die SR1 zur besten Werbeagentur für WECH?
Karl Feichtinger: Auf jeden Fall, dass sie sich schon seit vielen Jahren mit unseren Themen auseinandersetzen und dadurch viel Fachwissen und Einfühlungsvermögen entwickelt haben. Das ist praktisch unbezahlbar.

IMSÜDEN.AT: Und gute Werbung? Was ist das ganz allegemein?
Karl Feichtinger: Gute Werbung ist sicher dann gegeben, wenn das Feedback der Konsumenten da ist, sie also wahrgenommen und positiv bewertet wird. Kurz: wenn ihre Auswirkungen konkret spürbar werden.
Karl Royer: www.sr1.at

IMSÜDEN.AT: Da wird sich die Jury aber über das Lob freuen. Danke für das Interview.


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Johannes Wouk
Johannes Wouk hat studiert. Er hat aber auch gearbeitet. Heute ist er selbstständig, schreibt und macht was mit Kommunikation. Für IMSÜDEN.AT ..
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