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Von Redaktion

„Das Paket und seine Herausforderungen“

Jingle Bells, Jingle Bells…! Schon die Läden abgeklappert und alle Weihnachtsgeschenke gekauft? Oder das Präsent für die Lieben doch besser bequem von der Couch via Online-Shopping bestellen? Das klingt schon viel verlockender und verursacht keinen Stress. Stressfrei ist es aber eigentlich nur für die Besteller. Denn was wäre denn der Süden Österreichs ohne die Paketzusteller und das noch dazu zur stressigsten Zeit des Jahres? Täglich müssen tausende Pakete ausgeliefert werden, die von den Empfängern meistens schon ungeduldig erwartet werden.

Und so sieht der Tag der Paketzusteller aus: Früh morgens wird gestartet. In der Halle des Depots werden die LKW ́s entladen, die voller Pakete sind und die Fracht wird per Hand auf das Fließband befördert das entlang der Halle läuft. Die einzelnen Pakete auf dem Förderband werden von den Zustellern im Eiltempo sortiert und dann geht es rein damit in den Lieferwagen. Anschließend starten die Zusteller ihre jeweiligen Touren. Doch das hört sich einfacher an als es ist, es gibt nämlich reichlich Hindernisse: Viele Privatpersonen sind oft nicht zu Hause und das Paket muss wieder zurück in die Zustellbasis, um am nächsten Tag wieder zum Kunden mitgenommen zu werden und hoffentlich mit Erfolg.

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Oder: Rückwärts fahrende Staplerfahrer, die nicht nach hinten schauen und den stehenden Lieferwagen beschädigen. Zum Glück ist der Zusteller heil geblieben. Das ist aber noch nicht alles: Die Zusteller müssen auch schwere Pakete transportieren, die oft in den vierten Stock getragen werden müssen und es sind auch so manche Straßen nicht immer einfach befahrbar. Hinzu kommen reger Straßenverkehr und kaum Parkmöglichkeiten sowie Hitze im Sommer und winterliche Straßenverhältnisse in der kalten Jahreszeit. Doch die Endkunden wollen ihre Pakete und die Devise lautet: Aussteigen, Paket überreichen, die Bestätigung am Handscanner unterschreiben lassen, wieder in den Lkw einsteigen und den Ablauf wiederholen bis alle Waren ihr Ziel erreicht haben.

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Wenn der Lkw dann leer bzw. die Tour beendet ist und die meisten Personen sowie Firmen ihre Pakete bekommen haben, heißt es nicht Feierabend für die Frächter, sondern retournierte Ware muss von den Zustellern wieder abgeholt und an die Absender zurückgeschickt werden. Auch an dieser Stelle heißt es erneut: Aussteigen, Paket abholen, Rückholbestätigung unterzeichnen lassen, einsteigen und das bis alle Pakete wieder eingesammelt sind. Wichtig ist es freundlich zu bleiben und sich so manchen Ärger über Kunden oder andere Hindernisse nicht anmerken zu lassen. Ein dickes Fell ist für die Zusteller auf jeden Fall vorteilhaft. Wenn dann alles erledigt ist, geht es zurück in das Depot. Dort werden die Fahrzeuge entladen. Darunter sind Pakete, die im Tagesverlauf nicht zugestellt werden konnten, Retourensendungen oder Pakete aus Abholaufträgen. Mit einem kurzen Tagesbericht der Zusteller über mögliche Informationen von Kunden ist der Tag eines Paketzustellers beendet.

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Ein mitreißender Tag war das für mich. Schon im Depot beginnt der Tag der Paketzusteller mit Schwung. Mit Elan werden die Pakete sortiert und in die Lieferwägen verfrachtet. Der Kreislauf ist also schon sehr früh auf Hochtouren. Mit „erst einmal einen Kaffee trinken und den PC hochfahren“ wird das nichts. Schließlich warten die Kunden auf ihre Bestellungen. Immerhin sind die Zusteller den ganzen Tag an der frischen Luft, kommen viel unter Menschen und sind körperlich und geistig komplett gefordert.

 

Pix: Magdalena Egger


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