Chancen IMSÜDEN.AT
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Die Geschichte vom Theorie-Fischer

Ich gebe es zu. Immer wieder habe ich behauptet, dass ich Angler bin. Das war gelogen. Ich war einmal Angler. Damals, als ich noch Zeit hatte und noch keine Steuern zahlen musste (oder zumindest nicht mit meinem eigenen Geld). Als Teenager war es ein schönes Hobby: Draußen in der Natur, schlaue Fische überlisten und am Ende des Tages die selbstgefangene Forelle am Lagerfeuer braten. Klingt jetzt nach einem Werbespot der Kärnten Werbung („Geschmacklosigkeiten der Kindheit“, oder wie die Kampagne heißt), war aber in meiner Jugend Realität. In den Ferien sogar Alltag.

Doch das ist lange her und seit ich für IMSÜDEN.AT arbeite, habe ich kaum noch Zeit mich zu rasieren oder mir die Schuhe zuzubinden. Soviel Stress habe ich dabei die Erfolgsgeschichten des Südens zu sammeln. Denn davon gibt es schließlich ziemlich viele und immer mehr. Also nichts mehr mit dem Angeln bzw.“Fischen“ wie wir in Kärnten fälschlicherweise sagen. Mein teures Fischerzeug verrottet im Keller meines Elternhauses und ich rede nur noch davon Angler zu sein. Bin ich nämlich nicht mehr. Ich bin nur noch theoretisch Angler bzw. eben ein Theorie-Fischer: „I tät schon tuan, oba i hob ka zeit nit! Schen, bled.“

Aber zum Glück bringt mich das Erfolsgeschichtensammeln für IMSÜDEN.AT auch immer wieder an die schönsten Orte und zu den spannendsten Aktivitäten. Und so ergab es sich, dass ich Christof Steffan von der FISHERY STEFFAN interviewen durfte und gleich einmal eine Runde geangelt habe.

Das Erste was ich von der FISHERY STEFFAN sah, war der Badeteich, den Christof für die Angler bereit hält und der bei schönem Wetter (und gutem Filter) ca. so auschaut:

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Der Teich ist aber völlig uninteressant, wenn man Angler ist. Das Ding ist bestenfalls für die Kinder und die Gattin zu gebrauchen, damit man als Angler seine Ruhe hat. Ein Ablenkungsmanöver im Grunde. Aber ein sehr schönes! Da ich aber weder Kids, noch Gattin noch brauchbares Angelgerät (some call it Fischerzeugs) habe, nehmen mich die Guides der Fishery unter ihre Fittiche. Die Karpfenflüsterer der Karawankenkaribik:

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Ich bekomme zwei Angelruten inkl. allem Zubehör und Ködern zur Verfügung gestellt. Kann man alles mieten in der FISHERY STEFFAN, man muss gar nichts mithaben. Als Theorie-Fischer kommt man einfach mit dem Kleinwagen und  der Badehose an und wird rundum versorgt. Die Guides füttern mir sogar die Fische an, locken die Karpfen direkt vor die Hütte, oder besser das Chalet, dass ich über Nacht bewohnen darf. Damit ich auch wirklich eines dieser klugen Wasserschweine überlisten kann, denn die beißen nun einmal gerne nachts.

Dann werfe ich aus und da die Sonne unbarmherzig vom südlichen Himmel brennt, sind die Fische erstmal beißfaul und ich habe Zeit das Chalet zu erkunden. Christof Steffan und sein Team halten 24 solcher „Blockhütten“ bereit. Jede mit zwei Schlafzimmern, Bad, Küche, Wohnzimmer, Fernseher und allem erdenklichen Komfort. Das Ganze direkt am Wasser mitten in der Natur. Nur das Rauschen der nahen Draubrücke gibt einem das sichere Gefühl, der Zivilisation noch nicht ganz entflohen zu sein. Ist man auch nicht, denn Klagenfornia ist nur 20 Autominuten entfernt und wenn die Koralmbahn fertig ist, braucht man wahrscheinlich auch nur mehr eine Stunde nach Graz. Aber egal, hier geht es ja erstmal um das was man in Unterkärnten (UK) bescheiden „Hütte“ nennt, in das ich aber sofort für immer einziehen würde:

Nachdem mich Christof besucht hat und wir das IMSÜDEN.AT-Interview gemacht haben, das ihr hier nachlesen könnt, kehrt endlich Ruhe ein. Ich sitze auf meiner Terrasse mit einem Bier aus dem Kühlschrank und denke zurück an das „fischen gehen“ in meiner Jugend. Damals (wie leider auch heute noch immer) war das Gefährlichste was man als Angler machen konnte: Nachtfischen im Zelt! Denn ein Zelt aufzustellen, oder auch nur einen großen Schirm mit Windfang in die Erde zu rammen wird im Süden von Bergwacht und Polizei (!!) unbarmherzig verfolgt! „Wildes Campieren“ ist der Tatbestand, die Strafen sind hoch und die Bullerei hat doch tatsächlich nichts Besseres zu tun, als drauauf und drauab Fischer zu bestrafen die sich vor dem Regen schützen wollen. In meiner Jugend war der Thrill entsprechend groß. Was der erste erfolgreiche Drogenkauf für Großstadtkinder ist, war für uns damals das Nachtfischen mit Zelt. Outlaws waren wir. Schliefen immer mit einem offenen Auge und gepackten Angelkoffern. Zur sofortigen Flucht bereit. Heute sitze ich im Fishery-Chalet auf der Terrasse und schlafe danach oben im Daunenbett.

Weit habe ich es gebracht. Vom kriminellen Wildcamper zum Theorie-Fischer und schließlich zum Chalet-Angler. Puristen und Hardcore-Angler werden jetzt natürlich aufschreien. Die schleppen lieber zwei Tonnen Ausrüstung durch den Urwald, für eine Angelnacht in der sie dann nichts fangen. Sie haben ja auch recht, würde ich auch, wenn ich die Zeit hätte. Weil ich die aber nicht habe, bietet mir die FISHERY STEFFAN ein hochklassiges Rundum-Sorglos-Paket. Ein gemachtes Anglernest in das ich mich gerne setze:

Und während es immer stiller wird, die Sonne über der Drau langsam untergeht und weil immer noch nichts beißen will, denke ich einmal wieder wie schön der Süden eigentlich ist und wie wenig wir daraus machen. Nebenan am Klopeinersee stehen die überteuerten Hotelbunker aus den 70ern halbleer und alle jammern, dass die Nächtigungen zurück gehen. Kein Wunder, schließlich sind die Gäste tot. Nein, im Ernst: Der Kärnten-Tourist stirbt aus. Die Massen von früher, aus der guten alten „Ein-Schloss-am-Wörthersee-Zeit“ wird es nicht mehr geben. Nie mehr. Aus die Maus und Schluss! Die alten Konzepte funktionieren mit den neuen Gästen nicht mehr. Wir müssen uns etwas Neues überlgen im Süden, wenn wir Tourismusland bleiben wollen. Zum Glück gibt es im Land bereits viele, oft junge, Vorzeigebetriebe die umdenken, neue Konzepte entwickeln und unsere Tourismusland-Zukunft sichern. Die FISHERY STEFFAN ist für mich einer dieser Betriebe. Ein junger Mann und seine Familie haben hier aus unserer Natur ein touristisches Produkt gemacht, das ganz neue Zielgruppen anspricht. Zahlungskräftige Nerds die dicke Fische fangen wollen. Aus England, Holland und Deutschland sollen sie kommen. Und ich bin sicher, dass werden sie, denn so schön wie im Süden kann man bei denen zuhause nicht fischen. Und das Beste ist, ganz nebenbei ermöglicht Christof  Theorie-Fischern wie mir oder jungen Familien eine einzigartigen Urlaub vor der Haustüre. Mama und Kids können baden, radeln und spielen während Papa angelt. Der perfekte Familienkurzurlaub und meiner Ansicht nach, ein zukunftsträchtiges Tourismusprodukt!

Mit diesen Gedanken eingeschlafen, träume ich von einer rosigen Tourismus-Zukunft IMSÜDEN.AT. Durch das offene Fenster höre ich nur Grillenzirpen, das Platschen der springenden Fische und ab und an die Partypeople vom Klopeinersee über die Drau nachhause fahren… und plötzlich: BIEP, BIEP, BIIIIIIEEEEEP… Das Geräusch, dass jeder Fischer kennt und liebt. Der Bissanzeiger singt sein hoffnungsvolles Lied und ich stürze in Unterhosen aus dem Daunenbett im Obergschoss meines Angel-Chalets, die Treppe hinunter durch das Wohnzimmer über die Terrasse und an die Rute. Anhieb. Kontakt. Die erste Flucht ist unwiderstehlich. Ein Karpfen, keine Frage. Die Instinkte aus der „aktiven Zeit“ sind sogar bei mir als alt gedientem Theorie-Fischer noch nicht ganz eingerostet. Barfuß und halbnackt kämpfe ich mit dem Ding am anderen Ende der Schnur und als ich dann die Oberhand gewinne, den nassen Kollegen schonend abhake und wieder in die Freiheit entlasse, da weiß ich sicher: Die FISHERY STEFFAN wird mich noch öfter sehen und ich werde allen davon berichten wie schön es hier ist.

Erledigt!

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Johannes Wouk
Johannes Wouk hat studiert. Er hat aber auch gearbeitet. Heute ist er selbstständig, schreibt und macht was mit Kommunikation. Für IMSÜDEN.AT ..
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