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Von Grete Passegger, Fotos: KK

Die Übung aller Übungen – die Kniebeuge

Was man da so alles bei einer Kniebeuge beachten muss ist schon unglaublich, dabei machen wir es doch alle als Kleinkinder instinktiv richtig. Durch verschiedene Einflüsse und vermutlich auch Nachahmen der Erwachsenen, die es falsch machen, machen wir es schließlich auch irgendwann falsch.

An mein erstes WOD (Workout of the day) kann ich mich nicht mehr so genau erinnern, nur mehr daran, dass ich unglaublich viele Kniebeugen (Air Squats) und Liegestütze (Push Ups) machen musste. Was man da so alles bei einer Kniebeuge beachten muss, ist schon unglaublich, dabei machen wir es doch alle als Kleinkinder instinktiv richtig. Durch verschiedene Einflüsse und vermutlich auch Nachahmen der Erwachsenen, die es falsch machen, machen wir es schließlich auch irgendwann falsch.

Dabei ist die Kniebeuge quasi die Grundübung vieler Alltagsbewegungen und natürlich die Grundübung vieler Übungen beim Training. Würden alle die Kniebeuge und somit viele andere Bewegungen im Alltag wieder richtig machen, würden vielen Menschen Rückenschmerzen erspart bleiben oder zumindest gemindert werden.

Laut Statistik Austria leiden in Österreich 2,3 Millionen Menschen an Rückenschmerzen, das ist jeder Dritte. Damit ist dieses Krankheitsbild häufiger als Bluthochdruck und Allergien. Dabei müssten sich alle nur ein wenig bewegen und Alltagsbewegungen, wie Dinge heben, richtig ausführen.

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Jedenfalls kam es zum Üben der Kniebeuge. Zuerst mussten wir Wirbel für Wirbel, beginnend beim Kopf, hinunter rollen und dehnen. Danach bei den Zehen fest halten, Gewicht auf die Fersen verlagern und uns in eine tiefe Kniebeuge setzten – Der Paleo sit.

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Wichtig dabei: der Rücken ist ganz gerade und so aufrecht wie möglich – also Brust heraus, Knie nach außen drücken, das Gewicht bleibt auf den Fersen, nicht auf Zehenspitzen hocken! Mir hat einmal jemand Monate später gesagt, dass man angeblich, als gesunder Mensch, 10 Minuten so sitzen können sollte. Habe ich natürlich gleich ausprobiert, ging auch echt super, nur danach konnte ich nicht mehr aufstehen. Die Lösung war, mich nach hinten fallen zu lassen und gaaanz langsam meine Beine wieder gerade zu biegen. Seitdem wurde das Experiment nicht mehr wiederholt.

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Nach dem Dehnen ging es dann an den Air Squat: schulterbreiter Stand, Gewicht auf den Fersen, Gesäß geht nach hinten (Knie bleiben also so weit wie möglich hinten), Knie nach außen drücken, Rücken ist gerade und so aufrecht wie möglich, mit dem Becken so tief hinunter gehen bis es in Kniehöhe ist. Und jetzt mussten wir gefühlte Stunden – natürlich waren es nur Minuten – so sitzen bleiben und es wurde korrigiert und verbessert und dann wieder korrigiert und verbessert und wieder… – naja ihr wisst schon – meine Beine waren am Ende.

Als wir dann endlich alle die Kniebeuge zur Zufriedenheit des Trainiers ausführen konnten – ich bin unglaublich froh so einen Trainer gehabt zu haben und hoffe sehr, heute selbst auch nur annähernd so lästig zu sein – begann das Workout. Wie gesagt, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ich weiß nur noch, dass es unglaublich anstrengend war und dass sie mich an diesem Nachmittag gepackt hat, die CrossFit Wut, die mich seit damals nicht mehr losgelassen hat.

crossfitvillach.com


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Grete Passegger
Ernährungswissenschaftlerin, Diplom- und CrossFit-Trainerin. Über 10 Jahre hat sie in Wien gelebt, studiert und gearbeitet. Vor 2 Jahren ist sie wieder in ihre Heimat ..