BUSINESSBEACH
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„Das ist doch purer Luxus, den wir hier täglich leben dürfen.“

Adolf Kulterer und Helmuth Micheler gestalten seit einem Jahr den Tourismus in Klagenfurt. Seither ist viel passiert, aber die beiden haben noch wesentlich mehr vor. Was genau, haben uns die Klagenfurter Chef-Touristiker am BUSINESSBEACH im Strandbad Loretto erzählt.

Spätsommer am BUSINESSBEACH KLAGENFURT AM WÖRTHERSEE und wer heckt da gerade seine Tourismusstrategie aus? Der Vorstand des Tourismusverbandes Klagenfurt Adolf Kulterer und sein Geschäftsführer Helmuth Micheler. Die beiden führen den jüngsten Tourismusverband im Süden (est. 2016) und haben schon einiges auf die Beine gestellt, aber noch viel mehr vor. Nur was denn eigentlich?

IMSÜDEN.AT: Tag die Herren, was treibt euch heute ins Open-Air-Büro
Helmuth Micheler: Schwer zu übersehen. Wir können hier im Strandbad Loretto an einem der schönsten Plätze der Ostbucht…
Adolf Kulterer: … manche meinen sogar am ganzen Wörthersee…
Helmuth Micheler: … mit Blick auf ein wunderschönes Schloss und den Klagenfurter Weinberg arbeiten. Ich kenne jetzt keinen Fleck in Österreich, der da mithalten kann. Das ist doch purer Luxus, den wir hier täglich leben dürfen. Den genießen wir selbst bei der Arbeit, wollen ihn aber natürlich vor allem unseren Gästen vermitteln…

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IMSÜDEN.AT: Ja, die Wörthersee Eastcoast hat schon was…
Adolf Kulterer: Nicht nur das. Der BUSINESSBEACH verlängert nun auch die Achse aus der Innenstadt, über die Uni und den Lakeside Park bis direkt an den See. Wir haben drüben im Schloss Loretto sogar schon Hochzeitsgäste aus dem IT-Bereich, die am Tag vor der Feier hier am BUSINESSBEACH noch letzte Arbeiten erledigen, während sie baden. Dann wird die Hochzeitsreise entspannter…

IMSÜDEN.AT: Zum Entspannen kommt ihr beide ja eher nicht, seit es den Tourismusverband in Klagenfurt gibt. Wir müssen schon sagen: Heuer war einiges los in der Stadt… So kennt man das beschauliche Großstädtchen im Sommer sonst gar nicht. Da ist ja in der Innenstadt meist tote Hose. Wie habt ihr das angestellt
Helmuth Micheler: Da spielen viele Faktoren mit: Veranstaltungen wie der Tag des Sports, die United World Games, das World Bodypainting Festival, die alle ihren Platz im Herzen der Stadt finden. Engagierte Hotelbetriebe und die Kaufmannschaft mit ihren Programmen. Und unser neunköpfiges Team, das in der neuen Tourismusinfo am Neuen Platz daran arbeitet, internationale Gäste her zu holen und diesen hier auch etwas zu bieten.
Adolf Kulterer: Und da hat das Team schon einiges auf die Beine gestellt. Wir haben thematische Stadtführungen angeboten, den Bauernsilvester eingeführt, den Stadtpfarrturm neu belebt …
Helmuth Micheler: … gemeinsam mit der Umweltabteilung Nextbike in die Stadt geholt.

IMSÜDEN.AT: Ja, das ist wirklich super! Wenn man nach einem harten Tag am BUSINESSBEACH ein After-Work-Bier zu viel erwischt hat, kann man sein Auto stehen lassen und heimfahren…
Helmuth Micheler: (lacht) Darf man aber nicht wirklich. Da empfehle ich einen entspannten Spaziergang am Lendkanal oder eine Busfahrt. Die Nextbikes sind in einer Stadt der kurzen Wege wie Klagenfurt die perfekte Möglichkeit, mobil zu sein. Für Einheimische und Gäste. Man kommt so schnell und bequem vom Strandbad in die Innenstadt, wenn ein Gewitter aufzieht. Oder auch vom Bahnhof zu unseren Events in der Innenstadt.
Adolf Kulterer: Wie zum Beispiel das World Bodypainting Festival, das heuer erstmals mitten in der Landeshauptstadt stattfand.

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IMSÜDEN.AT: Wenn wir gerade bei den Events sind, wie findet ihr das, dass seit Neuestem immer wieder dicke Engländer in unserem schönen Fußballstadion singen?
Helmuth Micheler: (lacht) Wenn du jetzt die Weltstars Elton John und Robbie Williams meinst, dann finden wir das natürlich genial. So etwas sollte ausgebaut werden! Und außerdem sind die gar nicht dick…
Adolf Kulterer: Das Wörthersee-Stadion hat bewiesen, dass solche Großevents dort perfekt funktionieren können. Auch die Alpen-Adria-Achse mit dem Einzugsgebiet Slowenien und Friaul ist zukunftsweisend. Jetzt muss diese Öffnung konsequent fortgesetzt werden.

IMSÜDEN.AT: Kann Klagenfurt überhaupt so viele Gäste beherbergen? Immerhin haben in letzter Zeit ja zwei Hotels zugesperrt…
Adolf Kulterer: Ja, mit dem Waidmansndorferhof und dem Moser Verdino haben wir leider 150 Betten weniger… Zum Glück hört man mittlerweile aus den Medien, dass das Hotel Wörthersee endlich umgebaut werden soll. Zusätzlich hilft auch, dass wir gemeinsam mit der Wirtschaftskammer nun den Privatzimmerbereich rund um AirBnB in Klagenfurt aufarbeiten. Das bringt mehr legale Betten, wenn die alle ihren Beitrag leisten…
Helmuth Micheler: Man darf nicht vergessen, dass wir, obwohl wir mit 150 Betten und damit rund 27.000 Nächtigungen weniger in die Saison gestartet sind, trotzdem die Nächtigungszahlen des Vorjahres nahezu erreicht haben. Das bedeutet, die Auslastung der verbliebenen Betten war eine bessere. Das Potential ist also groß.

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IMSÜDEN.AT: Und wie werdet ihr dieses Potential in Zukunft nutzen, bzw. weiter ausbauen?
Adolf Kulterer: Wir sind gerade dabei das Flugincoming über den Kärnten Airport aufzubereiten. Da bieten wir spezielle Pakete im Winter für die Märkte Hamburg, Köln und Berlin an. Vor allem das Weihnachtsgeschäft kann mit unserem Christkindlmarkt, der eine Woche vor dem in Berlin startet, eine Chance sein. Der Flughafen ist uns ein echtes Anliegen.
Helmuth Micheler: Gleichzeitig werden wir am Christkindlmarkt selbst neue Akzente setzen und zwar am Neuen Platz und am Domplatz. Es wird erstmals eine gemeinsame Broschüre geben. Da haben wir die Stadt mit dem Marktamt, die Kaufmannschaft, Minimundus und die Wörthersee Schifffahrt mit ins Boot geholt. Im Marketing kooperieren wir auch eng mit dem Wörthersee.

IMSÜDEN.AT: Fein. Klingt, als wärt ihr die Netzwerker…
Adolf Kulterer: Das ist sicherlich eine Stärke eines Tourismusverbandes, der von Unternehmern und nicht von Politikern geführt wird: Wir müssen keine Politik machen, sondern wollen Geschäfte machen. Da kann man leichter zusammenarbeiten und die Partner auch ihr Gesicht wahren lassen und muss keine Grabenkämpfe ausfechten. Das macht uns als TVB so agil…

IMSÜDEN.AT: Aber warum tut man sich das persönlich an? Als Unternehmer hast du ja sicherlich auch sonst einiges um die Ohren…
Adolf Kulterer: Kann man so sagen (lacht). Aber ich nehme das als Möglichkeit, Klagenfurt aktiv mitzugestalten anstatt zu jammern. Die Stadt weiterzubringen und ihr so etwas von dem zurück zu geben, was sie mir in den letzten Jahren gegeben hat.

IMSÜDEN.AT: Und warum bist du aus dem Sonnenwinkel in die Nebelcity gewechselt Helmuth?
Helmuth Micheler: So toll die Arbeit am Klopeiner See auch war… Es war halt zu verlockend den Tourismus der Landeshauptstadt von Grund auf neu zu gestalten. Ein jahrelang unbeackertes Feld lag da und ein Vorstand voller professioneller Unternehmer… Da musste ich mich einfach bewerben und zum Glück hab ich mich durchgesetzt.

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IMSÜDEN.AT: Wie sieht eure langfristige Strategie aus? Wo steht Klagenfurt 2025?
Adolf Kulterer: Unsere Strategie wird in den kommenden Monaten öffentlich präsentiert. Aber 2025 sehe ich Klagenfurt als innovatives Herz des Kärntner Tourismus mit einem viel frequentierten Flughafen und natürlich über 100.000 Einwohnern.
Helmut Micheler: Genau. Auch als technologisch innovative Tourismusregion wollen wir punkten. Unserw City-Guide-App ist ja jetzt schon mittels der Location-Based-Info von Xamoom perfekt auf die Bedürfnisse aktueller und zukünftiger Gäste ausgelegt. Wir wollen aber auch noch in den Bereichen Sport und Kultur, vor allem in der Vor- und Nachsaison aufholen. Dazu bieten wir schon demnächst ein Warenkorbsystem in der City-Guide-App an, das wir zusammen mit Peaksolution entwickeln. Da kannst du dann in der App nicht nur Unterkünfte und Tickets buchen, sondern auch den Strandbad-Eintritt für den BUSINESSBEACH …

IMSÜDEN.AT: Geil, dann können die Berliner StartUps die ihr Büro im Sommer in den Süden verlegen schon am Heimatflughafen den Eintritt zum BUSINESSBEACH buchen und sind in 2,5 Stunden spätestens im OPEN-AIR-BÜRO. Dauert auch nicht viel länger als mit der U-Bahn durch die Stadt…

 


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Johannes Wouk
Johannes Wouk hat studiert. Er hat aber auch gearbeitet. Heute ist er selbstständig, schreibt und macht was mit Kommunikation. Für IMSÜDEN.AT ..
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