Baukultur
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SAFE HOUSE – neue Perspektiven aufzeigen

Studierende der FH Kärnten machen es vor indem sie ihre erlernten Fähigkeiten für die Planung und den Neubau der Jugendnotschlafstelle in Klagenfurt einsetzen. Sie starten damit ein einzigartiges Sozialprojekt im Eigenbau. Der Spatenstich soll noch im Sommer 2015 gesetzt werden – Auch DU kannst dich beteiligen!

Die eigenen vier Wände sind ein ganz besonderer Ort. Gewohnt wird entweder alleine oder in Gemeinschaft. Wohnen besteht vor allem aus kochen, essen, ausspannen, schlafen und wohlfühlen – ein Grundbedürfnis und eigentlich ganz selbstverständlich für uns. Nicht für alle, denn auch bei uns im Süden gibt es Jugendobdachlosigkeit.  Erschreckend – aber wirklich wahr!

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JUNO – Starthilfe in ein neues Leben
Seit über acht Jahren bietet die Jungendnotschlafstelle – JUNO  in Klagenfurt Jugendlichen, die auf der Straße stehen, einen Zufluchtsort, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer Notlage. Die Einrichtung wurde vom Verein JUST (Jungendsozialarbeit Today) gegründet und wird von Lehrerenden und Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit der Fachhochschule Feldkirchen und der Universität Klagenfurt geführt. Jugendliche können innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens in der JUNO schlafen, essen, Wäsche waschen, neue Kleider ausfassen, Wertgegenstände einlagern oder einfach auch nur das Gespräch mit den Mitarbeitern und Betreuern suchen. Derzeit finden 12 bis 16 Jugendliche kurzfristigen Unterschlupf in der Gabelsbergerstrasse, pro Jahr werden um die 150 aufgenommen – Tendenz leider steigend.

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Vom Studienprojekt zum realen Bauwerk
Mit dem Ziel die Jungendobdachlosigkeit zu senken und eine längerfristige Betreuung zu schaffen wurde bereits 2013 die Idee einer neuen JUNO vorangetrieben. Studierende der FH Kärnten der Studiengänge Architektur und Soziale Arbeit arbeiten erstmals an einem fächerübergreifenden Projekt zusammen.  Unter dem Titel „SAFE HOUSE“ werden eigene Wohnbereiche für unterschiedliche Altersgruppen, Gemeinschaftszonen, ein Garten, eine Werkstatt und angeschlossene Mietwohnungen geschaffen.

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Partizipation
In der Umsetzung ist die Einbindung der betroffenen Jugendlichen geplant. Erfahrungen der bisher umgesetzten Selbstbauprojekte des Studiengangs Architektur der FH Kärnten in Südafrika fließen hierbei ein. Schon im Sommer 2015 soll mit dem Bauwerk südlich der Innenstadt von Klagenfurt begonnen werden. Die Errichtungskosten belaufen sich auf ca. 500.000 EURO und sollen Großteils durch ehrenamtliches Engagement und vor allem auch durch die finanzielle und materielle Unterstützung Kärntner Firmen aufgebracht werden.

Auch DU kannst dich beteiligen! – und zwar schon am Samstag den 31.01.2015 im Architektur Haus Kärnten. Denn dort wird das Projekt SAFE HOUSE für Interessierte sowie mögliche Sponsoren und Unterstützer ab 18.00 Uhr von den Studierenden vorgestellt. Beim anschließenden Benefizkonzert ab 21.00 Uhr rockt Architekt Mauro Bertagnin mit seinen „Gli Scooters“ das Park Haus.

Mehr zum Projekt:
www.fh-kaernten.at
http://www.fh-kaernten.at/bauingenieurwesen-architektur/obdach-plattform-fuer-soziale-architekturprojekte/safe-house.html
http://www.fh-kaernten.at/bauingenieurwesen-architektur/obdach-plattform-fuer-soziale-architekturprojekte/safe-house.html
https://www.facebook.com/safehouseklagenfurt?fref=photo

pix: Raffaela Lackner, E.Molitschnig, J.Kindler

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Raffaela Lackner
Raffaela Lackner.:Geboren 1985 in St. Michael/Lungau I 1999 – 2004 CHS-Villach für Mode und Bekleidungstechnik I 2004–2009 Studium an der ..
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