Carinthischer Sommer
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Kirchenoper Hemma, Premiere (UA)

30.7.2017 , 20:00 Uhr
Stiftskirche Ossiach

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Bruno Strobl: Hemma
Eine Weibspassion

Libretto Franzobel

Franzobel_copyright_Lukas_Beck

Kristine Tornquist, Regie
Kärntner Sinfonieorchester
Festivalchor
Dirigent: Simeon Pironkoff
Nele Ellegiers, Ausstattung
Hari Michlits, Licht

Simeon_Pironkoff_copyright_Markus_Sepperer

Juliette Mars (Hemma)
Julia Koci (Kathi – Bedienstete, Tochter des Matschacher)
Andreas Jankowitsch (Graf Wilhelm – Hemmas Mann)
Sven Hjörleifsson (Wilhelm Hartwig – Sohn von Hemma und Graf Wilhelm – bzw. Erzbischof)
Jens Waldig (Matschacher – Grubenarbeiter)

Kristine_Tornquist_copyright_CS_Archiv

„Ich will die Menschen erwachen sehen aus der Dummheit, der Ablenkung, der Gier.“ Hemma
Reich, schön und vor allem klug, Hemma wirkt auf die Männer ihrer Zeit provozierend. Hemma ist die neue Oper von Bruno Strobl und Franzobel, die 2017 beim Carinthischen Sommer uraufgeführt wird. Sie zeichnet ein Bild der Kärntner Landesheiligen, das überraschend aktuell ist: Hemma steht im Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen der Familie, ihres Mannes und der Kirche an sie und auf der anderen Seite ihrem eigenen Wunsch nach einem erfüllten, gerechten und friedfertigen Leben. Der durch Brutalität und starre Hierarchien geprägten Gesellschaftsordnung ihrer Zeit, verkörpert durch den gräflichen Ehemann und den Erzbischof, widersetzt sie sich mit Intelligenz und Unbeugsamkeit. Politisch weitsehender als der genusssüchtige Graf kann sie dennoch den Folgenreichen Aufstand der Minenarbeiter nicht verhindern… Hemma von Gurk starb der Überlieferung nach im Jahr 1045. Ein Zeitraum von fast tausend Jahren trennt uns von dieser Gräfin des Hochmittelalters, die mit Kaiser Heinrich II. verwandt und mit dem Grafen Wilhelm von Friesach und an der Sann verheiratet war. Nach dem Wenigen zu urteilen, was man von ihr weiß, ist sie aus den Verlusten ihres Lebens, wie dem frühen Tod ihres Mannes und ihres Sohnes, herausgetreten als vermögende und gestaltende Frau, Klostergründerin von Gurk und Admont und Stifterin zahlreicher Pfarrkirchen.
Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck als Franz Stefan Griebl, ist einer der populärsten, produktivsten und auch polarisierendsten österreichischen Schriftsteller. Franzobels literarisches Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Kinderbücher und Lyrik. Er erhielt viele Auszeichnungen, darunter 1995 den Ingeborg-Bachmann-Preis und 2002 den Arthur-Schnitzler-Preis. Zuletzt erschienen der Roman Was die Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind (2012) und der Krimi Groschens Grab (2015). Im Frühjahr 2017 erscheint sein Roman Das Floß der Medusa.
Der erfahrene, vielfach ausgezeichnete Kärntner Komponist Bruno Strobl, langjähriger Präsident der Österreichischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für neue Musik (IGNM), hat das Libretto von Franzobel vertont. Nach zahlreichen Musiktheaterwerken, u.a. für die neuebuehnevillach, ist dies bereits seine zweite Kirchenoper für den Carinthischen Sommer. Im Jahr 2012 gestaltete der heute in Wien lebende Komponist hier mit sparsamen Mitteln die Geschichte der Sara, ein eindringliches Werk über eine biblische Frauenfigur.
Regie führt Kristine Tornquist, die mit ihrem sirene Operntheater eine Plattform für neues Musiktheater aufgebaut hat, mit der sie etliche Uraufführungen realisierte. Sie hat sich darauf spezialisiert, Opern an Orten aufzuführen, die nicht immer schon Theater waren. In ihren Regiearbeiten reflektiert sie die Geschichte und Struktur der Spielorte. So darf man darauf gespannt sein, wie sie den jeweiligen Kirchenraum in ihre Inszenierung miteinbeziehen wird.

Ein Auftragswerk des Carinthischen Sommers und eine Koproduktion des Carinthischen Sommers mit dem Stadttheater Klagenfurt.
Stadttheater Klagenfurt
Die Aufführungen in St. Andrä werden durch die großzügige Unterstützung der Stadtgemeinde St. Andrä, der Stadtpfarre St. Andrä im Lavanttal und der Katholischen Kirche Kärnten ermöglicht.

 

Auftakt!
Werkeinführungen zur Kirchenoper Hemma von Bruno Strobl und Arnold Mettnitzer
vor den Vorstellungen von 19.00 bis 19.30 Uhr
Do 27.7., Sa 29.7., So 30.7.2017 im Rittersaal im Stift Ossiach
Mi 2.8., Do 3.8.2017 im Neuen Rathaussaal St. Andrä (St. Andrä 100)
Eintritt frei!

 

 

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Carinthischer Sommer – Kartenverkauf

bis 24.Mai:

Gumpendorfer Straße 76/2, 1060 Wien

ab 1.Juni:

Ossiach 1, 9570 Ossiach

tickets@carinthischersommer.at

www.carinthischersommer.at

PIX ( ©Lukas Beck,©Kleine Zeitung, ©CS-Archiv,©Markus Sepperer)) zur Verfügung gestellt von Carinthischer Sommer.


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