Happy Trainee
Chefselfie
Dieser Artikel wird unterstützt von


Tschüss, Baba und Tralala

Happy Trainee muss bald weg und ist deswegen grad nicht so happy. Sogar das Wetter passt sich ihrer depressiven Stimmung an. Es ist Zeit, ein kleines Resumée über das geilste Praktikum IMSÜDEN zu ziehen.

Der von mir heiß geliebte Mittelpunkt unseres Sonnensystems würdigt mich keines Blickes, meinen (weniger heiß geliebten) Beachbody bekommt kaum jemand zu Gesicht, irgendwie hat sich durch das beschissene Wetter Herbststimmung eingeschlichen und ich bin schon beim vorweihnachtlichen Frustfressen. Das tut meinem Beachbody zwar nicht wirklich gut, aber so wie draußen die Welt untergeht, werde ich ihn wohl sowieso nie mehr brauchen. Statt mich in die Fluten des wunderschönen Wörthersees zu hauen schwing’ ich mich aufs Rad und strample ins Büro – unterm Strich fast dasselbe: Ich steh’ da wie ein begossener Pudel und tropfe den Vorraum voll, anstatt mich von dem ultraviolett strahlendem Ding am Firmament trocknen zu lassen.

Nachdem ich 3 Wochen lang von der Sonne geküsst wurde, musste ich eigentlich fast damit rechnen, dass sie mich irgendwann eiskalt stehen lässt. Schluss mit schmusen. Das war’s mit der Sommerromanze! Im Takt zur Sonnen-Playlist schwelge ich in Erinnerungen an die verflossenen glücklichen Tage. Als die nackte Wahrheit regierte und die Menschen ihr wahres Gewicht zeigten. Eingeölte Beachboybodies, Bikinibusenblitzer, Babyhintern und brutzelnde Bernerwürstl. Das lustige Badevolk sammelt sich bei Bier und Barbecue. Ein Sommerunwetter rollt daher, der Sturm schmeißt die Schirme um und die Post geht ab. Es gibt Gewitterspritzer, egal zu welcher Tageszeit, mit Donner (Eiswürfel) und Blitz (Zitrone). Sowieso das Allerwichtigste, das ich hier gelernt habe: Es ist schon okay, wenn am Freitag um Punkt 12 das erste Bier (Spritzer, Hugo, oder weiß Gott was es da noch so gibt) neben deinem Laptop steht! Oder Donnerstag. Mittwoch geht unter Umständen auch noch, ausnahmsweise!

Spritzer

Mitgehangen, Mitgefangen. Ist man einmal mit von der IMSÜDEN-Partie muss man auch mit auf die IMSÜDEN-Party. Auch wenn ich auf der Relaunchparty mit meinen noch-nicht-mal-zwanzig Lenzen das Durchschnittsalter ein bisschen gequetscht habe, war es eine riesige Gaude mit dem Weisenrat mitzufeiern. Die Chefetage und Kollegenbagage kriegt man von Zaubertränken inspiriert ja eher selten zu Gesicht. Auch die feiernden Massen schoben und schubsten sich vor dem Park Haus, als hätten sie schon jahrzehntelang keine gute Fete mehr gestürmt. Sie stürzten sich auf die Gourmet-Burger, shaketen zu den Sommer-Beats und ließen allerlei Getränke fließen. Gott sei Dank haben wir das alles festgehalten, sonst könnte sich niemand mehr an den legendären Abend erinnern: auf der exklusiven Weltpremiere des ALLFIE IMSÜDEN. (Hab‘ ich übrigens auch Selfie-dokumentiert.)

ALLFIE Selfie

Feiern ist nicht das Einzige, das ich gelernt habe. Meine Outdoor-Office-Tauglichkeit wurde am BUSINESSBEACH definitiv auf Herz, Nieren und Leber geprüft. 3 Stiche (2x Biene und 1x Sonne) und einige Kater (Kajaktour-Muskelkater und Viel-zu-viel-gefeiert-Kater) musste ich da schon aushalten. Und unzählige unglaublich seltsame Blicke. Ich werde mir jetzt nie wieder oberarrogant und ultraselbstverliebt vorkommen, wenn mir andere Leute beim Schießen sämtlicher Selfies zuschauen. Sowas wie „’Tschuldigung, könnten Sie kurz zur Seite geh’n? Ich muss mich kurz fotografieren..“ habe ich noch nie zuvor gesagt, und der Chef meint auch, er kenne sonst niemanden, der wie eine Wahnsinnige süßen kleinen Entenbabies nachkrabbelt, um sie auf ein Selbstportrait zu bannen. Danke Leute, i got selfie addicted, das ist wirklich ernst zu nehmen!

Naja, im Büro schaut mir wenigstens keiner dabei zu. Außerdem ist’s da auch ganz gschmeidig: Ich chill auf der Couch, wenn mir langweilig ist, lasse ich meine Haare vom Ventilator durchwirbeln und hin und wieder lese ich dann mal irgendein fancy Magazin. Richtiges Rainy-Day-Schmuse-Programm. Also gibt’s eh fast keinen Grund um nicht happy zu sein! Naja, doch: Die letzte Woche weht vorbei, wie der Ventilatorwind durch meine Haare. Ziemlich hurtig. Und das macht mich ganz und gar nicht happy!

Ich weiß nicht, wer gerade mehr weint: ich oder der Süden. So schnell wird er mich nämlich nicht mehr los. War eine verdammt geile Zeit da, danke und bis bald!

 


Bildschirmfoto 2015-07-09 um 11.48.18
Verena Sophie Maier
Verena Sophie Maier war im Sommer IMSÜDEN.AT und bloggt jetzt aus Graz – sie ist praktisch Graz | immer unterwegs – und zwar ..
Infos
Businessbeach
DSC03202
Businessbeach
IMG_0120
Termine