MAGdas Lokal
Bald ist das Lokal fertig. Vorfreude pur!
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Von ‚I’m loving it‘ zu ‚magdas‘

Urbanes Feeling IMSÜDEN.AT! Wenn ihr euch schon immer ein Hipster-Lokal in Klagenfurt gewünscht habt, wurdet ihr jetzt endlich erhört! Das „magdas“ öffnet nämlich im Herbst 2016 seine Pforten und neben super-gutem Essen, tollem Ambiente und coolen Foto-Möglichkeiten tut magdas auch noch was Gutes! Was genau? Das haben wir Christina Staubmann und Laura Stromberger gefragt!

Magdas ist zurzeit zwar noch eine Baustelle, wo sich die Architekten und Handwerker tummeln – sogar ein einbetoniertes Rad haben sie in der Wand gefunden. Bald steht auf der Baustelle aber ein richtig cooles Lokal, das nicht nur gutes Essen hat, sondern auch was Gutes tut. Die Caritas Kärnten hat nämlich das Social Business magdas zu uns nach Klagenfurt geholt. magas gibt’s schon in Wien zum Beispiel als Hotel und das Besondere an magdas in Klagenfurt ist, dass sie Menschen mit Migrations-oder Flüchtlingshintergrund eine Ausbildungsmöglichkeit in der Gastronomiebranche bieten.

IMSÜDEN.AT: Wer seid ihr und was macht ihr im Süden?
Christina Staubmann: Ich bin Christina und bei der Caritas Kärnten zuständig für das Fachreferat Betriebe und Beschäftigung. Deshalb leite ich unter anderem auch das Projekt magdas Lokal in Klagenfurt.
Laura Stromberger: Ich bin die Laura und arbeite auch bei magdas im Team mit und beschäftige mich ganz intensiv mit dem Thema Kommunikation und jetzt im Moment betreue ich auch unsere Crowdfunding-Kampagne. Ich koordiniere das alles und mach das sowohl von der Design-Perspektive als auch inhaltlich.

IMSÜDEN.AT: Und was genau ist jetzt magdas?
Christina Staubmann: Das magdas Lokal soll ein Ausbildungslokal werden, hier in Klagenfurt, für Menschen mit Flucht-oder Migrationshintergrund. Die Idee ist eigentlich aus zwei Punkten entstanden. magdas in der Form des Social Business gibt’s ja schon in Wien, zum Beispiel das magdas Hotel, das kennen viele. Und die Caritas Kärnten hatte am Stauderplatz in Klagenfurt eben noch so einen alten, sanierungsbedürftigen Restaurantbetrieb, das die meisten eh kennen, weil da drin alle paar Jahre ein neues Restaurant war (lacht). Und weil’s jetzt schon länger leer steht hat sich die Caritas Kärnten gedacht, dass sie das Lokal vielleicht nützen sollten, um ein innovatives Ausbildungskonzept umzusetzen. Wir sind überhaupt ganz stolz drauf, dass wir die ersten nach Wien sind!

IMSÜDEN.AT: Du hast gesagt das magdas ist ein Social Business. Was ist das?
Christina Staubmann: Social Business heißt einfach, dass wir soziale Probleme mit wirtschaftlichen Mitteln zu lösen versuchen. Wir wollen Menschen Perspektiven bieten und einen sozialen Mehrwert schaffen, keine Gewinnorientierung. Gewinn ist nicht das Ziel sondern quasi der Selbsterhalt. Und so ein Social Business ist eben eine besondere Herausforderung, weil wir trotzdem vor genau den gleichen Fragen, die sich auch Jungunternehmer stellen, stehen.

IMSÜDEN.AT: Wie seid ihr auf die Idee gekommen magdas hierher nach Kärnten zu holen?
Christina Staubmann: Da sind mehrere Punkte zusammengekommen. Erstens, dass es viele Menschen in Kärnten gibt, die Perspektiven am Arbeitsmarkt und eine Beschäftigung suchen und die vielleicht auch schon Erfahrungen in der Gastronomie mitbringen. Außerdem haben wir eine Branche die Arbeitnehmer sucht. Wenn man das alles jetzt über ein Ausbildungslokal zusammenbringt, indem man Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund qualifiziert und sie fit für andere Gastronomiebetriebe macht – das ist unsere Vorstellung.

IMSÜDEN.AT: Warum genau in Klagenfurt? Ich meine wir brauchen den urbanen Flair eh, aber trotzdem wieso hier?
Christina Staubmann: Alle fragen immer warum in Klagenfurt? Ich sage: Gerade in Klagenfurt! (lacht) Hier ist es notwendig. Es soll einfach ein ganz tolles Lokal werden. Hier soll toll gekocht werden und man soll mal Sachen probieren, die man sonst normalerweise nicht im Süden isst. Man soll einfach einen Einblick in Esswelten anderer Länder bekommen. Wir haben uns natürlich angeschaut ob Klagenfurt wirklich der richtige Platz ist und das ist er – definitiv! Wir haben auch schon ganz viele Rückmeldungen bekommen, dass es endlich ein neues Lokal gibt, das mal was anderes anbietet!

IMSÜDEN.AT: Und was genau ist dann das Besondere am magdas Lokal?
Laura Stromberger: Wir haben eine Bühne, veranstalten Kochkurse und Social Dinner und geben der Kunst einfach eine neue Plattform.
Christina Staubmann: Genau, so ein Fleckerl gibt’s in Klagenfurt noch nicht. Wir freuen uns einfach drauf.
Laura Stromberger: Wir haben da auch unsere eigenen Specials und Highlights. Vom Mittagstisch angefangen, bis hin zur Bühne. Außen gibt’s auch einen kleinen Sitzbereich.
Laura Stromberger: Es soll einfach ein gutes Lokal werden und eine Alternative für’s Mittagessen, dass man nicht immer zum vollgepackten Benediktiner Markt laufen muss.
Christina Staubmann: Ja, das Lokal soll einfach Spaß machen und ein Augenzwinkern mit sich bringen. Einfach ein gemütliches Lokal, wo man gerne hingeht und sich wohl fühlt.
Laura Stromberger: Außerdem haben wir richtig gutes WLAN. Vielleicht sollten wir eine Pokemon Arena im magdas installieren! (lacht)

IMSÜDEN.AT: Es ist halb zehn und ich bin ziemlich hungrig, weil ich noch nichts gefrühstückt hab. Was gibt’s denn bei euch zu essen? Vegane Sachen auch?
Christina Staubmann: Wir orientieren uns natürlich an neuen Entwicklungen und was gerade gefragt ist. Also ja, es gibt definitiv vegetarische und vegane Menüs. Wir haben unser Essen nach dem Konzept ‚Lokal trifft International‘ gerichtet. Wir arbeiten also mit Produzenten und Lieferanten aus Kärnten zusammen und kaufen auch  saisonale und regionale Produkte ein. Natürlich sind die Gerichte selber dann ganz stark von den Personen, die bei uns arbeiten werden, geprägt. Deshalb wird’s auch immer ein bisserl wechseln in der Menükarte, vor allem zu Mittag. Frische Salate, Suppen und natürlich auch vegane und vegetarische Gerichte. Und am Abend gibt’s dann á la carte Gerichte.
Laura Stromberger: Wir werden auch alle paar Monate unsere Menüs ändern müssen, weil wir eben mit saisonalen Produkten arbeiten und immer schauen müssen welche Früchte und welches Gemüse gerade frisch wächst.
IMSÜDEN.AT: Klingt sehr gut.
Christina Staubmann: Kommt’s auch?
IMSÜDEN.AT: Ja sicher!
Christina Staubmann: YAY! (lacht)

IMSÜDEN.AT: Und die Möbel kommen woher? Caritas-Spenden oder? Und was ist überhaupt mit dem Crowdfunding?
Christina Staubmann: Ja, unter anderem verwenden wir alte Möbel, die wir aber restaurieren lassen.
Laura Stromberger: Das passiert dann in unseren Werkstätten in Globasnitz und Friesach. Und beim Crowdfunding können Leute einfach Geld an uns spenden, indem sie Sachen kaufen. Es gibt alles mögliche, zum Beispiel verkaufen wir Essensgutscheine und was ganz beliebt ist sind unsere Stammplätze. Das Platzerl an der Sun‘. Da kauft man sich einen Stuhl und da wird dann dein Name eingraviert. Für die Leute, die nicht vor Ort sind, gibt’s unsere Tschreapm mit dem magdas Logo. Es gibt Kochbücher und Kochkurse sind auch ziemlich gefragt. Es gibt sogar ein Essen mit dem Bischof!
Christina Staubmann: Und dann haben wir auch noch Anfragen von Institutionen und Firmen, die dann Firmenpakete kaufen und in unserem Lokal Veranstaltungen und Feste ausrichten.

IMSÜDEN.AT: Und wie schaut’s aus mit expandieren? Ein magdas Lokal in Villach oder so, das wär ja schon cool.
Christina Staubmann: Also, ich glaub schon, dass das langfristig angedacht ist. Wir haben ja quasi eine Kooperation mit den Wienern, die die Marke kreiert haben. Und natürlich wäre es toll, wenn das hier gut läuft, mit so einem Ausbildungskonzept auch in weitere Städte zu gehen. Das Konzept ‚Social Business‘ ist ja auch immer gefragter.
IMSÜDEN.AT: Gibt’s hoffentlich wohl auch eine Eröffnungsfeier?
Laura Stromberger: Pff, eine Eröffnungsfeier? Eröffnungswochenende gibt’s sogar! Wir wollen ja ein bisschen Krawall machen hier in Klagenfurt. Freitag oder Samstag gibt’s dann halt die eigene Sause. Da kann man übrigens auch Karten beim Crowdfunding kaufen. Bei der Feier selbst lernt man die Belegschaft kennen, kann Fingerfood probieren und alles was wir an der Bar zusammenmixen.
Christina Staubmann: Auf die Eröffnung arbeiten wir hin und da freuen wir uns auch drauf. Außerdem werden wir ja wirklich ganz stark unterstützt von verschiedensten Personen und Institutionen und denen wollen wir dann bei der Feier auch wirklich mal ein riesengroßes DANKE sagen!

Falls ihr noch mehr Infos braucht, schaut auf ihre Seite magdas-lokal.at und wenn ihr beim Crowdfunding mitmachen und eine Tasse oder einen eigenen Platz an der Sun‘ ersteigern wollt klickt einfach hier!


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Hannah Stefitz
Lebt da, wo jeder jeden kennt - im Süden. Studiert was mit Medien und Englisch, weil sie beides liebt. Hat einen eigenen Lifestyle-Blog, der sehr wohl auch als Foodblog durchgehen könnte, bei den ganzen Rezepten.
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