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Von Gerhard Smuck, Fotos: KK

Alles Hyaluron, oder wirkt sonst noch was?

Ohne Sauerstoff können wir nicht leben, dass lernen wir in der ersten Biologiestunde. Dass er aber auch Schuld am Alterungsprozess ist daran denken wir weniger. Eher daran wie wir diesen hinauszögern können. Erhard Lengfeldner, bekannt durch seine Naturkosmetik Manufaktur CA&LE in Klagenfurt, fragen wir, was er vom derzeit beliebtesten Anti Aging Produkt Hyaluron hält und warum er auf Astaxanthin als Zusatzwirkstoff schwört.

Die vielen Kommentare und Reaktionen auf den Bericht über den Kärntner Schönheits – Miraculix, Erhard Lengfeldner, bestärkten uns in der Redaktion darin, weitere Fragen an ihn zu stellen und insgesamt auf das Thema Kosmetik näher einzugehen. Spannend für mich als Mann, der ja bekanntlich, frei nach Tante Jolesch, nicht schöner sein muss als ein Affe, weil das Luxus wäre. Entsprechend entspannt und unvoreingenommen kann ich auch darüber schreiben. Die komplexen Zusammenhänge in verständlicher Umgangssprache darzustellen ist allerdings eine Herausforderung. Zumindest für mich.

IMSÜDEN.AT: Hyaluron scheint, als Zaubermittel gegen Falten, Botox den Rang abzulaufen. Aber was genau kann es bewirken und wirkt es in der Kosmetik überhaupt.

Erhard Lengfeldner: Zuerst einmal eines vorweg: Es gibt keine Zaubermittel. Auch die Hyaluronsäure ist keines. Allerdings besitzt sie Eigenschaften die unsere Haut elastischer erscheinen lassen. Ihre Haupteigenschaft ist es Wasser zu binden. Hyaluronsäure entfaltet ihre Wirkung also als Feuchtigkeitsdepot mit dem sie die Hautzellen revitalisiert, also mit Feuchtigkeit versorgt. Schon ein einziges Gramm kann bis zu sechs Liter Wasser binden. Das wirkt sich natürlich gerade bei trockener Haut besonders positiv auf das Hautbild aus. Hyaluron findet sich in unserem Körper, anders als Botox, auch als natürliche, körpereigene Substanz wieder und wird von diesem daher nicht als körperfremdes Nervengift empfunden. Es lähmt also nicht unsere Mimik, sondern füllt die Speicher unserer Hautzellen auf und trägt so zur Faltenglättung bei.

IMSÜDEN.AT: Was ist Hyaluronsäure und wie wird sie gewonnen. Gibt es Qualitätsunterschiede und wenn ja, wie kann der Konsument Unterschiede feststellen.

Erhard Lengfeldner: Hyaluronsäure wurde früher aus Hahnenkämmen erzeugt. Leider enthalten tierische Eiweise oft Allergene, deshalb wird Hyaluronsäure heute praktisch nur noch biotechnologisch hergestellt. Ausscheidungen des Bakterienstammes Streptococcus zooepidemicus werden durch Gefriertrocknung entwässert. Hyaluronsäure wird uns also in Pulverform angeliefert. Durch die hohe Wasseraufnahme enthält fertiges Gel nicht mehr als max. 0,9% an Hyaluronsäure Pulver. Jedes Milligramm mehr würde einen Klumpen ergeben. In unserem Produkt sind exakt 0,89% Hyaluron enthalten. Damit erreichen wir das Optimum an Anwendungseigenschaft.

Natürlich gibt es unterschiedliche Qualitäten zu kaufen. Wir bei CA&LE verwenden nur hochreines, allerdings auch entsprechend teures Pulver. Der Konsument hat fast keine andere Möglichkeit als dem Anbieter zu vertrauen. Billige Compoundmittel, also vorgelöstes Hyalurongel, würde ich jedenfalls nie kaufen weil es bereits allerlei Zutaten wie Stabilisierungs-und Konservierungsmittel enthält. Vorsicht auch bei Werbeversprechungen wie „ unser Mittel enthält 30% (oder gar mehr) Hyaluron“. Diese Angaben beziehen sich auf die fertige Gelmischung anteilig der Gesamtfüllmenge. Die Restbestandteile sind dann Füllstoffe und Stabilisierungsmittel. Diese beliebten Zahlenspielchen finden sich immer wieder, sagen aber nichts über den echten Wirkstoffanteil aus.

IMSÜDEN.AT: Hyaluronsäure ist ein Stoff den unser Körper selbst produziert, warum können wir ihn nicht wie Vitamine über die Nahrungsaufnahme zuführen.

Erhard Lengfeldner: Das mit den Vitaminen ist so eine Sache. Die wenigsten sind zellgängig und daher eigentlich genau so wertlos wie viele andere viel gepriesene Stoffe die wir schlucken sollen. Chemisch gesehen besteht Hyaluronsäure aus einer Kette von Zuckermolekülen, sogenannten Polysacchariden und kommt als körpereigene Substanz überall dort vor wo der Körper Schmiermittel bzw. Puffer braucht. In Gewebe der Knorpelmasse, in den Bandscheiben und in den Gelenken, aber vor allem in der Haut. Auch unser Augapfel besteht aus angereicherter Hyaluronsäure.
Junge Menschen produzieren, sofern sie gesund sind, genug körpereigenes Hyaluron. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich jedoch bekanntlich unsere Zellerneuerung und damit verringert sich auch die Produktion von körpereigenem Hyaluron. Der Mensch, erfinderisch wie er ist, führt es ersatzweise von Außen zu. Entweder über Injektionen oder in der Kosmetik über Treatments.

IMSÜDEN.AT: Der letzte Schrei sind aber Hyaluronprodukte zum Einnehmen. Wird Schönheit als Nahrungsergänzung nicht doch die bisherigen Anwendungsformen ablösen.

Erhard Lengfeldner: Hyaluronsäure ist ein sehr empfindlicher Stoff. Der niedrige Ph-Wert der Magensäure zerstört die Molekularstruktur der Hyaluronsäure und macht sie wirkungslos. Manchen Herstellern ist das natürlich bewusst. Sie verkapseln Hyaluron und werben damit, dass sich die Kapseln erst im Darm auflösen. Aber auch das hilft nichts, denn unser Körper erkennt Hyaluronsäure nicht als Stoffwechselprodukt und scheidet sie daher als Ballaststoff vollständig wieder aus. Gottseidank, denn wäre es anders würde der Körper bei Hyaluronmangel auf die körpereigenen Depots zugreifen und unsere Gelenksschmiere oder gar den Augapfel „auffressen“. Als derzeit einzig wirksame Anwendungen verbleiben also Injektionen und Gels.

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IMSÜDEN.AT: Der Lengfeldner wäre aber kein Miraculix wenn er nur anbieten würde was alle anderen auch anbieten. Statt dem Soloprodukt Hyaluron produziert CA&LE in Klagenfurt ein 2-Phasen Treatment, bestehend aus Hyaluron und Astaxanthin. Warum?

Erhard Lengfeldner: Natürlich kann man bei uns auch reine Hyaluron Treatments kaufen. Aber ich bin immer auf der Suche nach Verbindungen die wirkungsverstärkend sind, oder einen zusätzlichen Effekt bieten. Mit Astaxanthin habe ich ein Mittel entdeckt, dass Gottseidank in Europa noch nicht durch Arzneistatus für die Kosmetik weitgehend gesperrt ist. Astaxanthin wird aus der Blutregen Alge gewonnen und wirkt als Antioxidanz etwa 500 mal stärker als Vitamin C. Astaxanthin gilt als einer der stärksten Radikalfänger, beugt Falten vor, stärkt die Zellstruktur, schützt vor Pigmentflecken und wirkt gegen frühzeitige Hautalterung durch UV- Belastung.
Anfänglich habe ich versucht Astaxanthin als Solowirkstoff für die kosmetische Anwendung aufzubereiten. Sein intensiver Farbton war unseren Kundinnen allerdings nicht zumutbar. In der 2-Phasen-Kombination mit Hyaluron ist es nicht nur perfekt auf die Haut zu applizieren, sondern multipliziert sich auch in seiner Wirkung. Eins und Eins ist hier eindeutig mehr als zwei.

Information:
Wer weiteren Informationsbedarf hat, kann Erhard Lengfeldner natürlich gerne direkt kontaktieren. Nach Terminvereinbarung können sich Damen und auch Herren gerne persönlich von Caroline Lengfeldner im Klagenfurter Kosmetikstudio, in der Suppanstrasse 69, beraten und verschönern lassen.

CA&LE Naturkosmetik Produkte findet man in ausgewählten Apotheken, renommierten Kosmetikstudios und kann sie auch per E-Mail bestellen.

CA&LE Cosmetics
9020 Klagenfurt
Suppanstraße 69
Tel. 0463 418962
office@calecosmetics.at
www.calecosmetics.at

 


Foto Gerhard Smuck
Gerhard Smuck
GERHARD F. SMUCK ist Absolvent der „Universität des Lebens“.  Zuerst Fachmann im Grafischen Gewerbe. Dann Einstieg in die goldene Zeit ..
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