in ,

„Mir ist ja das WIE egal, ich will wissen WAS geht.“

Wie macht man „Beste Werbung für gutes Geld“? In unserer Serie „Create Carinthia IMSÜDEN.AT“ stellen wir CREOS prämierte Werber gemeinsam mit ihren Kunden vor. Diesmal: Grafikdesigner MajorTom Ogris und seinen Kunden Kreiner Druck mit ihrem CREOS-Winning Give-Away-Mailing-KALENDER (Silber in der Kategorie: DIALOG Marketing) 

IMSÜDEN.AT: Hallo Kreiners, Hallo Tom! Die CREOS-Jury sagt über euren Kalender „Ein Produktkatalog mit Mehrwert oder ein Kalender, der das Produkt anfassbar macht. Wie man es dreht, eine tolle Idee. Und der Beweis: schöne Kalender gehen auch ohne leichtbekleidete Frauen.“ Fühlt ihr euch geehrt?
Tom Ogris:
Natürlich fühlt man sich geehrt, wenn man einen Preis bekommt. Und gerade bei diesem Produkt war es schön zu sehen, dass die Jury die Sache genauso sieht, wie meine Kunden und ich (lacht).
Daniel Kreiner: Ja, es waren schon erhebende Minuten dort auf der Bühne. Immerhin ist das ja keine kleine Veranstaltung.
Armin Kreiner: Wirklich nicht. Wir waren beeindruckt von der großen Bühne und der riesen Show, die geboten wurde!

IMSÜDEN.AT: Wie war die Zusammenarbeit? Wie ist der Kalender entstanden?
Armin Kreiner: Naja, wir können an einer Hand abzählen, von welchen Grafikern bzw. Werbern wir die Daten so bekommen, wie wir sie brauchen. Und da ist der Tom natürlich dabei.
Daniel Kreiner: Also war es naheliegend, ihn damit zu beauftragen zu unserem 100-jährigen Firmenjubiläum eine besondere Mustermappe zu gestalten.
Tom Ogris: Und für mich war natürlich schon der Auftrag ein Ehre. Aber ich habe halt versucht, aus einer einfachen Aufgabenstellung was Besonderes zu machen.

IMSÜDEN.AT: Wie sah diese Aufgabenstellung genau aus?
Tom Ogris: Eigentlich wollten sie nur eine Flügelmappe mit Mustern. Einfach um ihre Produkte herzuzeigen…
Daniel Kreiner: Wir haben da gar nicht so weit gedacht, waren im Stress, wie immer. Und Tom kam dann mit dieser genialen Idee.

IMSÜDEN.AT: Wie bist du auf die Idee gekommen, Tom?
Tom Ogris: Naja, nachdem ich ja selbst die Zielgruppe des Produkts bin, wollt‘ ich mir selbst was Gutes tun (lacht). Ich hab schon bei der Recherche gemerkt, was KREINER DRUCK eigentlich alles kann. Das wollte ich irgendwie darstellen. Und da meine Arbeit hauptsächlich am Schreibtisch stattfindet, war es auch naheliegend etwas zu machen, das man sich gern auf den Schreibtisch stellt. Dazu kam noch mein angeborener Spieltrieb und fertig war das Ding (lacht).

IMSÜDEN.AT: Die Idee in kurzen Worten?
Tom Ogris: Ein endloser Schreibtischkalender aus den Produkten von KREINER DRUCK. Der sieht jeden Tag anders aus, schmückt den Schreibtisch, ist was zum Spielen und zeigt gleichzeitig, was alles möglich ist.

IMSÜDEN.AT: Und ihr habt ihn dann für verrückt erklärt, oder Kreiners?
Daniel Kreiner: (lacht) Ja, wie immer. Nein, natürlich nicht. Wir fanden die Idee super. Nur unsere Mitarbeiter waren nicht alle unbedingt so begeistert.
Armin Kreiner: (lacht) Der Tom hat sich eine Zeit lang kaum in die Druckerei getraut.
Tom Ogris: (lacht) Das stimmt, ich geh‘ auch heut‘ nur mit einem der Beiden durch die Produktionshallen, sonst trau‘ ich mich nicht. (lacht)

IMSÜDEN.AT: Oha! Warum denn das? Was haben die Mitarbeiter für ein Problem mit Tom?
Armin Kreiner: Naja, der Kalender ist natürlich reine Handarbeit und um das alles zusammenzubasteln, sind schon einige Überstunden fällig geworden, vor allem auch, weil wir zum 100-jährigen Jubiläum natürlich spät dran waren. Aber es hat sich ausgezahlt.
Tom Ogris: Das find‘ ich auch. Das Ding zeigt einfach gut, was die Druckerei kann. Mir als Grafik Designer ist ja das WIE egal, ich will wissen WAS geht. Und da zeigt mir dieser Kalender eben jeden Tag am Schreibtisch, was ich machen kann. Da brauch‘ ich keine elendslangen Texte mehr, die beschreiben, was möglich ist.
Daniel Kreiner: Das ist sicher eine Stärke des Produkts und vor allem unserer Zusammenarbeit. Wir Drucker neigen ja dazu, das Ganze zu technisch zu erklären. Wir reden von unseren Maschinen und was sie können…

IMSÜDEN.AT: Und „normale“ Menschen haben keine Ahnung wovon ihr sprecht…
Daniel Kreiner: Genau!
Tom Ogris: Wobei ihr ja Glück habt, dass die meisten Werber auch keine normalen Menschen sind (lacht).

IMSÜDEN.AT: Gutes Stichwort, Tom. Wie irre muss man sein, um heute noch eine Werbeagentur aufzumachen?
Tom Ogris: Ein bisschen irre reicht (lacht). Ich seh‘ mich eigentlich nicht als Werbeagentur, sondern als Grafikbüro. Ich bin jetzt seit 2008 selbstständig und habe das Gründen für mich als einzig richtige Alternative auf die beginnende (Wirtschafts)Krise gesehen. Die großen Brocken bzw. Kunden gibt es heute sicherlich nicht mehr, aber dafür kleinere Projekte, die sich auch summieren. Außerdem wollte ich mich nach den Agenturjobs auch mal selbst entfalten, das war sicher ein wichtiger Punkt.

IMSÜDEN.AT: Und wie läuft’s?
Tom Ogris: Läuft! Ich hab‘ derzeit 1,5 Mitarbeiter und ein Drittel meiner Kunden außerhalb von Kärnten. Da hilft mir natürlich auch mein Slowenisch als zweite Muttersprache viel weiter. Es werden auch immer mehr relativ große Kunden. Neben den „heimischen“ Kunden wie z.B. die STADTGALERIE KLAGENFURT, WIRTSCHAFTSKAMMER KÄRNTEN, BIO AUSTRIA und zahlreiche Andere, arbeite ich auch noch für B2RUN (Businessläufe in der Schweiz und in Deutschland) und IRONMAN Europe, wo wir seit einigen Jahren viele Rennen in ganz Europa zu betreuen. Da ist schon einiges zu tun!

IMSÜDEN.AT: Na bitte, gut unterwegs der Tom! Worauf kommt’s an? Was würdest du jemandem raten, der sich in der Werbebranche selbstständig machen will?
Tom Ogris: Hausverstand hilft! Allein durchs Mitdenken kann man sich schon ganz gut abheben am Markt (lacht). Man sollte sich auch für nichts zu schade sein, aber trotzdem nicht alles mitmachen. Das ist oft eine Gratwanderung, aber für mich war und ist es sicherlich der richtige Weg. Ich versteh‘ mich allerdings auch eher als „Schwitzerunternehmer“, dass muss ich schon zugeben. Ich bleibe immer eher auf der sicheren Seite, auch um den Kopf frei zu haben für ein paar eigene Schweinereien (lacht).

IMSÜDEN.AT: Na bei deinen Schweinereien fragen wir jetzt mal lieber nicht genauer nach. Stattdessen würden wir von euch Kreiners gerne wissen, wie verrückt man sein muss, um heute noch eine Druckerei zu betreiben…
Daniel Kreiner: Schon ziemlich (lacht), aber wir hatten ja fast keine andere Wahl. KREINER DRUCK gibt es ja schon seit 1913 und mein Bruder und ich betreiben die Firma in der vierten Generation.

KreinerDr16

IMSÜDEN.AT: Wow! In 100 Jahren Druckerei ist ja sicher kein Stein auf dem anderen geblieben, oder?
Armin Kreiner: Ja, da hat sich schon einiges getan. Aber am ärgsten sind die Veränderungen natürlich heutzutage. Man muss ja sehen, dass wir im Jahr 2000 noch um die 1000 Druckereien in Österreich hatten. Heute sind es, wenn’s hochkommt, noch 350. Da ist es schon eine Erfolgsgeschichte noch am Leben zu sein!

IMSÜDEN.AT: Und wie schafft man es am Leben zu bleiben?
Daniel Kreiner:
Auf den Kunden hören. Wir holen den Kunden ab, beraten ihn und zeigen ihm, was möglich ist. Wir mussten auch lernen vom Technischen wegzugehen und mehr über das Endprodukt nachzudenken, in Kooperation mit dem Kunden.
Armin Kreiner: Wobei unsere Kunden natürlich oft selbst Profis sind, wie eben Werbeagenturen usw. Aber wir haben seit einiger Zeit auch einen Web-to-Print-Shop, wo man direkt in seinem Corporate Design bestellen kann.
Daniel Kreiner: Außerdem haben wir 2012 neue Maschinen gekauft und in Digitaldruck investiert. Heute können wir praktisch alles bedrucken. PVC, Fliesen, Holz. Nur am Textildruck arbeiten wir noch nicht, aber das wird schon. Diese Bandbreite zeigt ja auch der Kalender.

IMSÜDEN.AT: Wozu brauchen wir KREINER DRUCK, wenn wir heut‘ eh alles bei druck.at und Konsorten bestellen können?
Daniel Kreiner: Wir machen alles. Von der Idee, bis der Endkunde es in der Hand hält. Dazu gehört Veredelungen, Personalisierung, Kuvertierung, Logistik usw. Wir sind da sehr breit aufgestellt und divers in unserem Angebot.
Armin Kreiner: Aber vor allem geht es glaub‘ ich um unser Know-how. Der Kunde hat ein Ziel im Kopf und wir müssen ihn dabei unterstützen dieses zu erreichen. Das kann druck.at nicht!

IMSÜDEN.AT: Was würdet ihr euch von den Werbern wünschen? Ein Appell?
Daniel Kreiner: Am liebsten hätten wir es, wenn sie mal länger über ein Produkt nachdenken würden, als wir dann Zeit haben es zu drucken (lacht). Aber im Ernst: Am besten die Werber holen uns möglichst früh ins Boot und wir denken gemeinsam. Mit dem Tom funktioniert das ja bestens…
Tom Ogris: Wie man am Kalender und dem Creos sieht.

IMSÜDEN.AT: Na fein, ihr Süßen. Gratulation noch mal und viel Erfolg für eure gemeinsame Zukunft!

kreinerdruck.at
majortom.at

Von Wouk

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Loading…

0