Interview
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„Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsameren!“

Gernold Opetnik leitet als einer von zwei Geschäftsführern EISNER AUTO in Kärnten und damit vier der sieben Standorte des erfolgreichen Autohauses, von Spittal bis Wolfsberg. Die Fußballer des WAC, die Eishackler vom KAC und die Musikanten vom Nockalm Quintett fahren seine Autos, nur Helene Fischer kriegt keines. Recht so!

Die Zentrale von EISNER AUTO am Klagenfurter Südring brummt prächtig. Die Kunden stehen fast schon Schlange, die Verkäufer haben viel zu tun und überall sieht man freundliche Gesichter, die einen anlächeln. Das Einzige, das die automobile Idylle ein wenig stört, ist das Scheppern und Klopfen aus der Werkstatt. „Ach, das sind noch die letzten Hagelschäden vom Sommer, die wir ausbeulen. Damals haben wir sehr schnell reagiert und nach den großen Hagelschauern im Raum Klagenfurt, gleich ein riesiges Zelt vor die Filiale am Südring gestellt, in dem wir sozusagen „Notoperationen“ durchgeführt haben. Hat sich ausgezahlt!“ weiß Gernold Opetnik, Geschäftsführer von EISNER AUTO in Kärnten, der uns fürs Interview dann doch lieber in sein ruhiges Büro bittet.

IMSÜDEN.AT: Na, aber Hallo, wie kommt man zu so einem, eh „ruhigen“ Büro?
Gernold Opetnik: (lacht) Ursprünglich habe ich ja Bäcker und Konditor  gelernt. Aber meine damalige Lebenspartnerin hat es genervt, dass ich immer so früh aufstehen musste. Da ich ja nebenbei noch Fahrlehrer war, hab ich mir was mit Autos gesucht und mich bei Opel Südring beworben, wie das hier damals noch hieß.

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IS: Als Fahrlehrer hast du dann wahrscheinlich deinen Schützlingen gleich auch noch das erste Auto angedreht, oder?
Gernold Opetnik: Naja, sagen wir so, meine Tätigkeit als Fahrlehrer hat mir als zweites Standbein, gerade in der ersten Zeit, sicherlich geholfen. Aber auch die Zuckerbäckerei – die ersten Autos hab ich damals verkauft, indem ich gesagt habe: „ Wenn gleich unterschreibst, back ich dir eine Torte!“

IS: Dann musst du aber ganz schön viele Torten gebacken haben
Gernold Opetnik: (lacht) Ja, das hat dann irgendwann Überhand genommen. Aber eigentlich ging’s mir ja im Grunde nur um die Kundenbindung. Das ist in unserem Geschäft extrem wichtig und der Weg zum Erfolg.

G. Opetnik - Eisner Südring_LowRes

IS: Gutes Stichwort: Erfolg, wie bist du so erfolgreich geworden?
Gernold Opetnik: Bin ich so erfolgreich? Naja, ich denke, es ergibt sich wenn man brav ist und gute Arbeit macht. Ich war immer schon sehr viele Stunden in der Firma, von 7 bis 18 oder 19 Uhr, auch am Samstag – das mach ich heute immer noch. Und man muss sicher auch seine Marke leben. Ich zum Beispiel fahre auch privat seit 20 Jahren OPEL. Einmal hatte ich zwar ein Angebot von BMW, aber das war einfach nicht meine Marke, das konnte ich privat nicht vertreten, also habe ich abgelehnt.

IS: Na gut, aber wie verkauft man so ein Auto, wenn man jetzt kein Zuckerbäcker ist?
Gernold Opetnik: Du verkaufst nicht nur das Auto, sondern die Gesamtdienstleistung. Das Autohaus muss zum Beispiel schön sein,  vor Ort muss man sich gleich wohlfühlen. Der Kunde kommt rein und innerhalb von ein paar Minuten weiß er, ob es ihm passt oder nicht. Wenn er sich nicht gleich wohl fühlt, ist er weg. Aber natürlich muss auch das Produkt passen und die Finanzierung. Bei EISNER AUTO   hilft natürlich auch unsere 6-Jahres-Garantie. Aber im Grunde muss einfach das Paket passen.

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IS: Wie schaut’s mit dem Nachwuchs bei Eisner Auto aus? Kommen gute, junge Leute nach?
Gernold Opetnik: Ja, klar, da haben wir keine Sorgen. Bei Eisner Auto in Kärnten haben wir viele junge Eigenbau-Mitarbeiter, die bei uns gelernt haben und immer brav und tüchtig waren. Zum Beispiel hier am Südring, der Herr Ratz, der ist mittlerweile in einer Führungsposition, durch offene und ehrliche Arbeit. Im Verkauf ist es, aus meiner Erfahrung, auch besser, Leute von Anfang an mit der eigenen Marke auszubilden. Gut ausgebildete Verkäufer anderer Marken funktionieren meistens nicht so gut, weil einen alten Baum eben nur schwer verpflanzen kannst (lacht).

IS: Das heißt, EISNER AUTO ist eine Lebensaufgabe?
Gernold Opetnik: (lacht) Ja, so kann man das sehen. Aber es kommt halt auch sehr auf die Typen an. Der Herr Kogler zum Beispiel ist gelernter Tischler, war als Fußballer aber immer ein Kämpfer, oder die Sonja Knesewitsch, die ist direkt von der HAK gekommen und jetzt seit drei Jahren bei uns. Sie hat sicher auch noch einen guten Weg in der Firma vor sich, beachtlich als Frau in einer Männerdomäne! Lustig ist auch die Geschichte mit unserem Herrn Metin, den ich als Kundschaft kennengelernt habe. Ich hab gleich gemerkt, der hat eine gewinnende Persönlichkeit und könnt ein guter Verkäufer sein. Heut verkauft er 200 Autos im Jahr von unseren Nutzfahrzeugen. Du musst eben zwei bis drei Jahre durchhalten, dann geht’s bergauf.

IS: Wie ist deine Philosophie?
Gernold Opetnik: Naja, Philosoph bin ich keiner, aber das Motto ist sicher: „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsameren!“ und „Tag und Nacht TUN!“. Wenn du ein Geschäft machen willst, dann leb das auch, immer und überall.

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IS: Und das funktioniert?
Gernold Opetnik: So schlecht läuft’s nicht, der Markt in Kärnten ist zwar rückläufig, aber wir entwickeln uns besser als der Markt. Das liegt wohl auch daran, dass wir mit unseren Marken bei den unterschiedlichsten Zielgruppen präsent sind: Bei den Anglern, in der Volksmusik, beim Volleyball, beim KAC und auch beim WAC. Seit drei Jahren fahren wir auch Rally im CORSA-Cub. Unser Christopher Leitgeb ist da sehr gut unterwegs, überdimensional was er da mit dem Opel Corsa leistet! Aber auch in der Volksmusik sind wir seit Jahren aktiv…

IS: Helene Fischer fährt aber noch VW, oder?
Gernold Opetnik: Glaub ich nicht! Die fährt privat sicher keinen Golf. Das ist eben der Unterschied, die Alexandra Lexer oder die Nockis fahren auch privat unsere Opel. Das ist uns wichtig: Das die Leute die Marke auch wirklich authentisch repräsentieren.

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IS: Scheint zu funktionieren, man sieht auf den Straßen im Süden viele Eisner Autos…
Gernold Opetnik: Stimmt, das ist natürlich das Hauptziel. Ich glaube, da sind wir vom Wiedererkennungswert her sicher vorne dabei! Außerdem entstehen aus dem Kontakt mit Künstlern eben auch so nette Nebenprodukte wie unser Opel-Song…

IS: Opel-Song???
Gernold Opetnik: Ja, wir haben einen eigenen Song in Produktion, wo auch das Nockalm Quintett mitmacht und den wollen wir bei OPEL Österreich mal vorspielen, wer weiß, vielleicht landen wir da einen Hit (lacht)?

IS: Hast du sonst noch Zukunftspläne? Mal abgesehen von der Hitparade?
Gernold Opetnik: (lacht) Viele, viele. In Villach wird zum Beispiel der ganze Betrieb umgebaut und in Spittal bekommen wir die Marke SEAT dazu, auch dort wollen wir komplett neu bauen. In Wolfsberg kommen vielleicht auch noch Marken dazu und im Gailtal und in der Völkermarkter-Gegend wollen wir in Zukunft auch noch aktiver werden.

IS: Na, dann wollen wir dich jetzt nicht noch länger aufhalten! Viel Erfolg auch weiterhin.

 

pix: Johannes Wouk & AUTO EISNER


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Johannes Wouk
Johannes Wouk hat studiert. Er hat aber auch gearbeitet. Heute ist er selbstständig, schreibt und macht was mit Kommunikation. Für IMSÜDEN.AT ..
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