in

Die beste Impfung gegen die nächste Krise: DIGITALISIERUNG

Die beste Impfung gegen die nächste Krise: DIGITALISIERUNG

Während Corona in Österreich bislang gesundheitlich zum Glück nur wenig spürbar war, gab es für die Industrie einen ordentlichen Schüttelfrost. Zum Glück waren aber nicht alle von starken Symptomen betroffen. Bei der Mitgliederversammlung der IV Kärnten strich der Chefökonom der IV Christian Helmenstein die Krisenresistenz der Elektronikindustrie hervor, die ein Drittel der Kärntner Industrieleistung stellt. Trotz Kurzarbeit und einer schlechten Auftragslage in anderen Branchen konnte das wirtschaftliche Niveau des Vorjahres beinahe gehalten werden. Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei anderen Branchen und Betrieben zu beobachten, die ihren Fokus auf Technologie und Wissen legen.

Das Heil der österreichischen Wirtschaft ist eben nicht auf den Bergen und in den Seen zu suchen, auch wenn der Kärntner Tourismus dank unzähliger heimischer Gäste eine starke Sommersaison verzeichnen konnte. In der allgemeinen Wahrnehmung gilt Österreich zwar als Tourismusland, aber die Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache. Technologie- und wissensorientierte Unternehmen erzielen den zehnfachen Bruttoproduktionswert und beschäftigen dabei zweieinhalb so viele Mitarbeiter. Zusätzlich verdienen diese um 140 Prozent mehr als ihre Kollegen im Tourismus. Durch einen verstärkten Fokus auf Digitalisierung können sich auch andere Branchen vor der nächsten Krise schützen. Gerade im Handel wurde dies offensichtlich, als wegen Corona viele Kunden zur Online-Konkurrenz wechselten.

Digitalisierung darf aber nicht bloß für private Unternehmen das Motto der Zukunft sein! Helmenstein benennt im öffentlichen Sektor das Gesundheitswesen als einen prädestinierten Bereich. Mit einem höheren Technologieeinsatz in Krankenhäusern und Pflegeheimen könnten deutliche Effizienzsteigerungen realisiert werden. Als positiven Nebeneffekt bekommen die PflegerInnen mehr Zeit, um sich persönlich um die Patienten zu kümmern. Bei der folgenden Podiumsdiskussion sprach Infineon Technologies Austria Chefin Sabine Herlitschka die Bedeutung des Klimaschutzes in zukünftigen Wirtschaftsmaßnahmen an.

IV-Kärnten-GF Claudia Mischensky, IV-Chefökonom Christian Helmenstein, Infineon-Technologies-Austria-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka, IV-Kärnten-Präsident Timo Springer
© IV Kärnten

Mit gutem Beispiel voran: passend zu der derzeitigen Lage wurde die Mitgliederversammlung der IV Kärnten erstmals auch als Video-Livestream übertragen.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Loading…

0