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Kärnten HOLT bei kreativen Netzwerken AUF!

Kärnten kann auch anders. In der brandneuen Studie zur österreichischen Kreativwirtschaft legt der Süden kräftig zu! Kärnten ist vor allem bei den Vermittlern, die das Feld für die Zukunft bereiten sollen, und den Newcomern vorne dabei und holt auch in anderen Bereichen kräftig auf.
Bei der letzten Auflage der Studie zu den Netzwerken der österreichischen Kreativwirtschaft im Jahr 2009 stieg Kärnten eher bescheiden aus. Nahezu vergeblich suchte man nach einzelnen hellgrünen Spots am Plakat, welche die einzelnen Bundesländer färbig markierten. Berechtigte Fragen tauchten auf: Gibt es in Kärnten eine derart geringe Dichte? Ist die Szene so schlecht untereinander vernetzt? Haben wir es mit einem ausgeprägten Einzelkämpfertum und Konkurrenzkampf zu tun?
Heute, fünf Jahre später, sieht die Situation etwas anders aus. Kärnten hat aufgeholt.
Im Rahmen einer Veranstaltung der creativ wirtschaft austria gab Studienautor Harald Katzmair, FAS.research, einen exklusiven Einblick, wie AkteurInnen, Branchen und Bundesländer in der österreichischen Kreativwirtschaft vernetzt sind und wie sich die Netzwerke seit 2009 entwickelt haben. „Kreativität ist der Nährboden für eine neue Ökonomie und kein nettes add-on.“, sagt Katzmair. „Es geht um den Spirit der Erneuerung. Die Kreativwirtschaft ist ein Schlüsselakteur des Erneuerungszyklus von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.“, formuliert er weiter.

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Für die Studie wurden über 300 Interviews geführt. Es wurden insgesamt ca. 1.500 Schlüsselpersonen genannt, die in Österreich für die Kreativwirtschaft wichtig sind. Das sind 59% mehr Personen als noch im Jahr 2009. Namen werden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht. Es geht aber auch gar nicht darum, einzelne Personen auszuzeichnen, sondern Rollen und Strukturen zu verstehen. Einzelne Communities und Cluster sowie starke Verbindungen zwischen einzelnen Bundesländern konnten dank dieser Studie ausgemacht werden. Eine starke Achse kann z.B. zwischen Vorarlberg und Wien beobachtet werden. Kärnten ist vor allem im Bereich der Intermediäre sehr stark. Intermediäre sind jene Vermittler zwischen den einzelnen Akteuren, die das Feld organisieren und für zukünftige Entwicklungen aufbereiten. „Die Arbeit der Intermediäre ist essenziell“, bestätigt Katzmair die Anwesenden im vollen Saal am Wiener Petersplatz.

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Die Branchen der Kreativwirtschaft wurden ebenso durchleuchtet und man kann folgend zusammenfassen: Viele Einzelkämpfer gibt es in den Bereichen Musik, Fotografie, Kunst sowie PR und Medien. Große Kooperationsfähigkeiten finden wir im Bereich Grafik und Design. Das größte Wachstumspotential haben Unternehmen, die sich mit Software und Games beschäftigen.

Um den Süden Österreichs innovativer und kooperationsfreudiger zu machen, wird vor allem die Integration von Kreativleistungen in die klassische Wirtschaft genannt. Wesentlich ist es, in diesem Sektor neue, gemeinsame Wege zu gehen. Einzelne Förderinstrumente wie der Kreativwirtschaftsscheck vom letzten Jahr gehen genau in diese Richtung und sollen auch in den nächsten Jahren Kooperationen ermöglichen.

Die großen Vernetzungsthemen in Österreich sind derzeit CoWorking, Kooperation und Vernetzung, die SVA, Urheberrecht und Start Ups. Ein Spiegelbild also von dem, was KreativunternehmerInnen tagtäglich beschäftigt. Man kann auf die nächsten fünf Jahre gespannt sein.

Links zur Studie:
http://www.youtube.com/watch?v=TfMwIQDRSfk
http://www.creativwirtschaft.at/document/Pr__sentationNetzwerkstudie2_14.pdf

 pix: Barbara Abel

Von Wouk