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Netz arbeiten – IMSÜDEN

Intelligenten Netzwerkern gehört die Zukunft! Gerade für Eigentümer/Geschäftsführer von kleinen und mittleren Unternehmen, sind persönliche und organisationale Netzwerke ein wichtiges Mittel, um die Globalisierung und zunehmende Marktverdichtung im Wettbewerb, durch kluge Kooperationen und Netzwerke, erfolgreich zu bewältigen und für sich zu nutzen. Klingt jetzt vielleicht etwas geschwollen, ist aber so!

Als ich mich vor fünf Jahren in das Abenteuer (damals absolut vom AMS initiiert – „Frau Heiden wir haben keinen Job für Sie, machen Sie sich doch einfach selbstständig“) Unternehmertum stürzte, hatte ich natürlich keine Ahnung, was mich erwartete, woher auch? Ich entstamme der klassischen Mittelschicht, Vater Beamter, Mutter Angestellte in höherer Position, Schwester nervig.

Komischerweise hatte ich von Anfang an nicht so große Zweifel, weder an mir, noch an meinen Fähigkeiten – denn ich hatte sicherlich durch meine Tätigkeiten davor, einen enormen Startvorteil. Ich konnte mich bereits in Führungspositionen behaupten, war Teil von tollen Teams, hatte Organisationsstrukturen kennengelernt und habe neben dem Studium der Raumplanung, bei der Lauda Air sieben Jahre lang Menschen zu servicieren und Toiletten zu reinigen perfektionieren gelernt (glaubt mir, Laudas „Service is our Succsess“ war nie einfach nur ein Werbeslogan).

Wir schreiben das Jahr 2014 und somit fünf Jahre danach. Mein Tätigkeitsfeld ist schon lange nicht mehr das, mit dem ich gestartet bin. Glücklicherweise bin ich mit meinem kleinen feinen EPU (Ein-Personen-Unternehmen) gewachsen, habe Netzwerke geknüpft, zugehört, Ideen ausgetauscht, nachgefragt was am Markt gebraucht wird und für mich meine Nische entdeckt. Für die Dinge die ich selber nicht kann, habe ich ein interessantes, vielfältiges und fähiges Netzwerk von „Machern“ aufgebaut!

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Alles auf Anfang: Wenn du startest, kommt keiner zu dir nach Hause oder in dein neues, kleines und fein eingerichtetes Büro und trägt dir Arbeit an, nicht einmal jene, die dich kennen. Das ist das erste Mal wo du merkst, dass sich Bekanntschaften und Netzwerke voneinander unterscheiden. Was habe ich also gemacht? Ich habe mich bei sämtlichen echten und digitalen Plattformen ins Geschehen gestürzt. Ich habe meine, bis dato eher brach liegende Junge Wirtschaft-Mitgliedschaft, zum Leben erweckt, bin zu allen Netzwerkveranstaltungen und Vorträgen gegangen, die sich boten. Ich habe mich auf sämtlichen Online-Business-Plattformen angemeldet und alle neuen Kontakte, die innerhalb eines 200-km-Radius lagen, versucht persönlich kennen zu lernen. Natürlich habe ich meinem, bis dato privat geführten Facebook-Account, eine Fanpage hinzugefügt und begonnen, neben meinen echten Freunden auch hier ein qualitatives Netzwerk aufzubauen.

Das Problem, das du anfänglich hast – keiner weiß um die Qualität deiner Dienstleistung/deines Produktes. Man muss halt schon auch ein wenig Vorarbeit leisten und sich selbstbewusst verkaufen, gerade als Ein-Personen-Unternehmen. Ich habe zudem alle ehemaligen Firmenkontakte (und ich habe davor in einem ganz anderen Segment gearbeitet) wieder aktiviert und mich quasi neu vorgestellt. Diese Kontakte wussten ja bereits um meine Zuverlässigkeit und meinen Arbeitseinsatz, sie mussten mich also nur mit neuem Hütchen „Kommunikationsberaterin“ kennen lernen.

Von meinem Netzwerkpartnern habe ich viele tolle Inputs, aber auch Kritik bekommen, habe darüber nachgedacht, recherchiert, mich spezifisch weitergebildet und versucht, mich beruflich auf mindestens drei Beine zu stellen, gemäß dem Motto: „ein Dreibein steht besser als ein Zweibein“.

… und auf einmal:

  • bekommst du interessante Anrufe
  • hast du Aufträge, von denen du nie geträumt hättest
  • sind deine existenzbedrohenden/durchweinten Nächte kein Thema mehr
  • hast du dir eine Marke geschaffen
  • wirst als Unternehmerin ernst genommen
  • hast Geschäftspartner, die sich um dich reißen
  • kannst du dir deine Projekte aussuchen
  • wirst als Expertin eingeladen
  • wirst gefragt, ob du die Bezirksleitung der Jungen Wirtschaft übernehmen und in Folge Teil des Landesvorstandes werden möchtest
  • hast einfach nur Spaß an der Arbeit und deinem Leben
  • hast du Menschen die dir auf die Schulter klopfen, sagen und ehrlich meinen: “Hey, gut gemacht!“

Netzwerkenbydieheiden

Wenn du so wie ich Mutter von zwei halbstarken Jungs (12 und 13 Jahre alt) bist und vor vier Wochen deinen dritten Sohn entbunden hast, dann brauchst du auch noch ein liebevolles und gutes privates Netzwerk, bestehend aus Familie und echten Freunden. Oder eines, das du dir zukaufst, sei es durch eine nette Nachmittagsbetreuung, Kleinkindbetreuung oder eine Einrichtung wie den Hort. Ich habe das große Glück einen Partner zu haben, der mich beruflich mit seinem unschätzbar wertvollen Know-how aus den USA – von dem ich durch enormen Wissensvorsprung profitiere – unterstützt, der mich in den Arm nimmt und an mich glaubt, wenn ich manchmal am zweifeln bin. Der Kritik übt, mich pusht und gemeinsam mit mir überzeugt ist, dass ich auch mit einem kleinen Nachzügler, weiterhin erfolgreiche Unternehmerin sein kann.

Da bin ich nun fünf Jahre später, arbeite als Unternehmensberaterin (Schwerpunkt Kommunikation), bin Berufsfotografin, Inhaberin eines Ingenieurbüros und habe kürzlich mein Tätigkeitsgebiet um die IT-Dienstleistung erweitert. dieheiden netzwerkt nachwievor für ihr Leben gerne – vielleicht ist es uns Mädl´s ja wirklich in die Wiege gelegt, dass wir gerne plaudern und uns austauschen?! Ich engagiere mich ehrenamtlich, vor allem aber leidenschaftlich, bei der Jungen Wirtschaft, weil ich glaube, man muss auch etwas zurück geben können und gehe wann immer es mir die Zeit erlaubt (und ja ich nehme sie mir, denn das ist die Freiheit, die man sich als Selbstständige nehmen darf/kann/soll) auf einen Tee oder ein Cola um mich mit Gleichgesinnten, Freunden, Geschäftspartnern oder neuen Leuten zu treffen, um sich in netter Atmosphäre auszutauschen. Betreue wahnsinnig gerne Startups denn ich liebe das Leuchten in deren Augen und den Wunsch es zu schaffen.

Ich empfehle meine Kunden gerne weiter, überlege, wie ich sie mit anderen sinnvoll vernetzen kann. Denn eines ist für mich ganz klar: Wenn der Kuchen groß genug ist, ist auch das einzelne Stück groß genug und macht satt. Ich halte nicht viel von Neidern und Pessimisten – die sollen lieber zu Hause bleiben und uns „jungen Wilden“ nicht den Spaß an der Sache vermiesen. Wir wollen Ideen spinnen, auch einmal auf die Schnauze fallen dürfen, kreativ sein, Neues ausprobieren, uns austauschen…einfach leben IMSÜDEN und uns dabei sauwohl fühlen!

pix: Martin Steinthaler + DieHeiden


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Daniela Heiden
            www.dieheiden.at
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