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#makeklagenfurturban: 5 Fragen an Christian Scheider

Sonntag ist Showdown-Tag: Die Klagenfurter BürgermeisterIn – Stichwahl steht an! Herausforderer Scheider bittet Bürgermeisterin Mathiaschitz zum Duell: Zuerst wählen gehen, dann physical-distance-Frühschoppen praktizieren. Kleine Wahlhilfe nötig? „after-sunset-Life“, Viertelbelebung, Uni-Attraktivierung und autofreie Innenstadt – wir haben Fragen gestellt.

In Klagenfurt mangelte es für Junge und Junggebliebene schon vor Corona an einem pulsierenden Stadtleben. Wie möchtest du Klagenfurt generell lebendiger, moderner und im Speziellen attraktiver für die Zeit nach Sonnenuntergang machen?

Klagenfurt muss endlich seine Chancen und den genialen Alpen-Adria-Standort nutzen. Es muss für Menschen aus Ljubljana genauso „angesagt“ werden nach Klagenfurt zu kommen, wie für Menschen aus Udine oder Triest. Das können wir nur schaffen, wenn wir unser „Urbanlife“ attraktiver machen und Klagenfurt auch als Afterwork-City mit pulsierendem Abend- und Nachtleben positionieren. Als moderne Stadt ist es heute unumgänglich eine Symbiose zwischen Anrainern, Kulturschaffenden, Eventprofis und Gastronomie zur nachhaltigen und kulturellen Stadtraumentwicklung zu schaffen und Maßnahmen zu treffen, um diese zu fördern und auszubauen.

Ein klares Bekenntnis der Stadt zu einem „Szeneviertel“ und dem damit einhergehenden Geräuschpegel gibt es nicht. Wie möchtest du in den kommenden 6 Jahren die generelle Belebung von Vierteln angehen? Überall ein bisschen oder ein explizites Viertel?

Gerade die Pandemie hat uns eindrucksvoll vor Augen gehalten, wie sehr den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern die Möglichkeit fehlt, gastronomische und kulturelle Angebote zu nutzen und sich mit Freunden und Gleichgesinnten nach der Arbeit, nach der Schule, nach der Uni physisch zu treffen und Zeit miteinander zu verbringen. Das physical Distancing hat die meisten von uns an ihre Grenzen gebracht und uns gezeigt, wie wichtig gemeinschaftliches urbanes (Er)Leben ist. Ich bekenne mich daher klar zu einer Szene in Klagenfurt mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ich kann mir ehrlicherweise sowohl ein Szeneviertel als auch eine Verteilung der Szeneschwerpunkte auf unterschiedliche Stadtteile vorstellen. Aus meiner Sicht braucht es hier einen Expertengipfel, in dem Vertreterinnen der Gastronomie, der Stadt, der Klagenfurter Veranstalter, der Jugend- und Studentenvereine, der Kunst- und Kulturvereine, des Stadtmarketings und der Anrainervertreter gemeinsam an einer Strategie für das Klagenfurter Freizeit- und Szeneleben arbeiten.

Wie stehst du zur Errichtung einer autofreien Innenstadt (innerhalb des Rings)?

Wenn man sich mit der Stadtentwicklung auch in der Innenstadt auseinandersetzt, gilt es, ökologische, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen und gegeneinander abzuwägen. Ich bin sehr klar für einen Ausbau der Begegnungszonen und auch für die drastische Reduktion des Durchzugsverkehrs in der Innenstadt. Auch der ÖPNV soll deutlich ausgebaut und die Taktung der Stadtwerkebusse erhöht und dadurch attraktiver werden. Eine gänzlich „autofreie“ Innenstadt ist für mich weder für die urbane Belebung noch für Klagenfurt als Wirtschaftsstandort sinnvoll.

Welche Idee(n) hast du, um den Standort Klagenfurt als Universitätsstadt für mehr Studierende attraktiv zu machen? Stichwort „Brain-Drain“ nach Wien etc.

Die Innenstadt und das Universitätsviertel müssen enger verschränkt werden. Ein wichtiger Aspekt ist für mich dabei, dass ich in Verhandlungen mit der Universität gemeinsam eine Außenstelle der Universität in der Innenstadt realisieren möchte. Dadurch bringen wir das studentische Leben intensiver in den Stadtkern und erhöhen auch die Identifizierung mit der Stadt. Hier können wir auch aus Best-Practise-Beispielen anderer europäischer Städte lernen.

In den nächsten Jahren müssen wir der Abwanderung von gut ausgebildeten Arbeitskräften deutlich entgegenwirken. Dafür wird es insbesondere eine Standortoffensive mit Schwerpunkt von Betriebsansiedelungen von Unternehmen geben, die hochqualitative Arbeitsplätze anbieten können. Ich stehe ganz klar für eine Forcierung und Förderung der heimischen Wirtschaft und der Betriebsansiedelung solcher Arbeitgeber mit Zukunftschancen für unsere Klagenfurterinnen und Klagenfurter, statt wie die aktuelle Amtsinhaberin Grundstücksgeschenke in Form von Billigpreisen für amerikanische Multis im Billiglohnsegment zu machen. Klares Ziel muss es sein, Klagenfurt so als Standort so attraktiv zu machen, dass es künftig auch internationale Fachkräfte zu uns zieht und unsere jungen Menschen vom Austausch mit Ihnen profitieren und ihren künftigen Lebensmittelpunkt mit ihren Familien gerne in Klagenfurt setzen möchten.

Eine politische Aktion deiner Konkurrentin Maria-Luise, die gut für die Stadt Klagenfurt war?

Als sie sich im Rahmen eines Sicherheitstages aus dem Klagenfurter Rathaus abgeseilt hat. Das hat ihrer aktuellen Aussage, als Vizebürgermeisterin stünde sie nicht zur Verfügung, bereits vorgegriffen. Das fand ich persönlich zwar komisch, weil ich für die Klagenfurterinnen und Klagenfurter arbeiten will und nicht für bestimmte Funktionen, aber das macht offensichtlich den Unterschied.

HIER geht’s zu den Antworten von Frau Mathiaschitz


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Von Valle

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