in

University here I come (…not)

Studienbeginn in Zeiten von Corona

Der erste Tag als frischgebackene Studentin einer Uni oder FH ist immer irgendwie blöd: meist kennt man weder die anderen Kommilitonen, noch die Professoren, die Raumsuche der Lehrveranstaltungen ist grundsätzlich eine Katastrophe und die Studieninhalte mit der dazugehörigen Bürokratie sind sowieso Fremdland.

Im Zusammenspiel mit Corona hat sich jetzt zusätzlich noch einiges verändert. Wir haben mal mit zwei Studentinnen geplaudert, die uns von ihrem Uni-Start berichtet haben.

Faulpelze aufgepasst!

„Vor allem, wenn man niemanden von den anderen Studenten persönlich kennt, ist es schwierig. Deshalb ist es gut, dass wir wenigstens ab und zu auch wirklich zur Uni hinfahren müssen.“ Ganz ähnlich wie schon in der Schulzeit, ist es auch auf Unis und Fachhochschulen wichtig seine Buddies zu finden. Es gibt immer wieder Gruppenarbeiten oder Präsentationen, die gemeinsam erarbeitet werden müssen und manchmal ist es auch ganz praktisch, wenn einem jemand Unterlagen zukommen lässt, falls man nach einer durchzechten Nacht mal keine Lust hat zur Statistik Vorlesung zu gehen.

Maskenlos is nix los

Die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sind auch in den Hochschulen im Süden in Kraft. Das gemütliche Herumlungern in der Aula oder Bibliothek gibt’s jetzt maskenlos nur mehr im Sitzen. „In der Uni selbst brauchen wir eine Maske, erst wenn wir uns auf den Platz setzen, können wir sie abnehmen.“ Eine der Mädels erzählt, dass sie nur die ersten Wochen präsent sein musste und jetzt alles auf Digital-Learning von Zuhause aus umgestellt wurde. „Bei mir wechselt Online- und Präsenzunterricht immer ab“, meint die andere Studentin.

Digitale Abneigung

„Die Professoren mögen das Digital-Learning überhaupt nicht. Über Videositzungen mit Programmen wie Zoom oder Microsoft Teams, merken sie sich noch weniger wie wir heißen und wer wir sind. Es ist einfach schwer einen Bezug zueinander aufzubauen.“ Trotzdem versuchen die Unterrichtenden die digitalen Kursen größtenteils aktiv zu gestalten und auch genügend (Rauch-)Pausen einzuplanen. Natürlich gibt es auch Professoren, die sich gerne drei Stunden lang selber reden hören, aber das ist eigentlich die Ausnahme, erklären die Mädels. Manche bestehen darauf, dass die Kameras und Mikrophone eingeschaltet werden. Anderen ist das genauso Wurst, wie ein ausgiebiges Nickerchen während der Vorlesung.

Wenn das Internet mitspielt, funktionieren die Online-Tools gut. Die einzigen, die keinen Plan haben, sind die Professoren selbst. „Sie tun sich einfach schwer alles einzustellen und kennen sich nicht wirklich aus. Es ist für alle eine neue Form des Unterrichts.“, erklärt eine Studentin. Für sie selbst, hat der Unterricht von Zuhause aus auch einige Hindernisse parat: Haustiere, die mitten im Kurs Leckerlis wollen, der schwerhörige Nachbar, der den ganzen Tag lautstark Radio hört oder die Versuchung sich des Öfteren einen kleinen Snack zu gönnen…

Updade Lockdown 2.0

Ab 17.11.2020 ist es offiziell und der komplette Unterricht wird auf Distance Learning umgestellt. Genauso alle Prüfungen.

Wie sieht denn die Lage bei euch aus? Wenn ihr auch gerade ein Studium begonnen habt und Corona die Finger mit im Spiel hat, erzählt uns davon! Wie geht ihr mit der Umstellung um und was findet ihr daran super oder weniger gut?

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Loading…

0