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Velden bereitet sich auf Öffnungen vor – Zutritt nur mit positiver Bankgarantie

{Achtung, Satire}

(Velden) Am 19. Mai 2021 ist es soweit – Österreich sperrt wieder auf. Die Freude ist groß! Vor allem in Gemeinden, die vor Corona vom Tourismus und der Kaufkraft finanzkräftiger ZweitwohnsitzinhaberInnen gelebt haben. Velden am Wörthersee ist eine davon – eine umfassende und strikte Teststrategie soll dem Ort wieder zu altem Glanz verhelfen.

Um sich nach dem Corona-Jahr wieder zu konsolidieren, werden die Dienstleistungen und Lebenserhaltungskosten zukünftig dem Lebensstandard der Veldener Bevölkerung angepasst. Daher hat man sich hier auch einem neuen Motto verschrieben: „Unser Velden für unsere Leut!“

Der Bürgermeister Ferdinand Vouk spricht das aus, was viele Veldener denken: „Wir wollen wieder zu unseren Wurzeln zurück. Die Krise hat uns gezeigt, was für unseren Ort wirklich wichtig ist…..Luxus und Geld. Wir sind eine Gemeinde der Begegnung. Hier sollen sich Porsche-, Maserati- und Ferrari-FahrerInnen wieder in Ruhe begegnen können.“

Wir treffen Hubert König aus München. Seit 10 Jahren besitzt er eine Luxusimmobilie in Velden, natürlich als Zweitwohnsitz: „Ich bin froh, dass Velden hier ein Zeichen setzt. Corona war schon schlimm genug, aber noch schlimmer und ansteckender als dieses Virus ist die Armut, die es mit sich bringt.“

Wer in seiner Geldbörse keinen Notgroschen von 1.000 Euro in bar dabeihat, darf nicht einmal kurz ins Casino. Wir sind da rigoros!

Ferdinand Vouk, Bürgermeister von Velden

So heißt es ab dem 19. Mai: Testen, testen, testen. Bei den Ortseinfahrten werden derzeit Teststraßen eingerichtet, die sicherstellen, dass keine Infizierten die Armut in die Gemeinde tragen. Wer keine positive Bankgarantie vorweisen kann, darf nicht rein. Die Organisation läuft bereits an. „Wir sind ganz gut aufgestellt. Das Bundesheer unterstützt uns beim Check der finanziellen Mittel von potentiellen KundInnen und EinwohnerInnen. Wenn jemand weniger als 4.000 Euro netto im Monat verdient, muss er oder sie leider wieder umdrehen“, so der Bürgermeister. Auch Schnelltests wird es geben, so Vouk: „Wer in seiner Geldbörse keinen Notgroschen von 1.000 Euro in bar dabeihat, darf nicht einmal kurz ins Casino. Wir sind da rigoros!“

„Armut und Velden, das passt nicht zusammen,“ raunzt Hubert König, während er sich mit einem 500-Euro-Schein seine Havanna anzündet. „Als Zweitwohnsitzbesitzer bin ich 3 Wochen im Jahr hier, da will ich unter meines Gleichen sein. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als diese Wannabes, die mit ihrem geleasten Audi A4 zehnmal den Casinoplatz auf und abfahren, dann einen Aperol Spritz um 300 Euro saufen und sich dann zu Hause von S-Budget Milchbrötchen ernähren.

Natürlich gibt es auch ein Notfallszenario: Sollte die durchschnittliche Einkommensgrenze unter 3.500 Euro netto fallen, wird Velden sofort unter Quarantäne gestellt! BürgerInnen, die schon vor Corona in Velden wohnhaft waren und dann nicht mehr über die nötigen finanziellen Mittel verfügen, um Teil der Gemeinde zu sein, werden ohne mit der Wimper zu zucken nach Pörtschach abgeschoben.

Geschrieben von Ferdi Sablatnig

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