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Was macht bloß der Schwengersbauer beim Seppenbauer?

Hotel, Gasthaus, Konferenzzentrum, Alpen-Adria Marktplatz, Hofladen und Museum. Der Seppenbauer ist die Überraschung des Jahres, und erst sein Betreiber….

Anmerkung des Autors: „Ich bedaure, dass sich Textpassagen anmuten wie schmalzige Werbeprosa – aber ich konnte nicht anders.“

Who the hell is Seppenbauer – und was macht der genau? Hofladen, Würstellieferant, Bauernkooperative…? Alles Mögliche wird assoziiert, nur nicht, was es wirklich ist: Eine Seminarwelt, die den privaten Tagesgast genauso umhegt wie die Teambuilding-Gruppe eines Konzernvorstandes oder den Rosenmontag-Ball des örtlichen Kulturvereins.
In unserer Redaktion herrschte „Rudi Ratlos“. Irgendwie hatten wir den Namen schon gehört, aber keiner konnte damit wirklich was anfangen.
St. Salvator, das liegt doch irgendwo nach Friesach, Richtung Metnitz. Ich erinnerte mich, vor Jahrzehnten als ganz junger Werber dort gewesen zu sein. Sollte sich im touristischen Niemandsland etwas verändert haben?

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Vom „Provinznest“ zur Seminarwelt.
St. Salvator wäre immer noch das, was man früher als „Provinznest“ bezeichnet hat – eine Kirche, ein paar Häuser und sonst der Tod in Dosen – hätte sich nicht Gerhard Porsche, ein Spross der bekannten Autodynastie, in den Kopf gesetzt hier gründlich was zu verändern. Den Blickfang bildet nach wie vor die Ortskirche. Markant steht sie da, schlank, hoch aufragend, sauber renoviert. Aber sie ist nicht mehr alleine, sondern wirkt, umrahmt vom Seppenbauer-Komplex, wie ein Dorfzentrum mit Marktplatz.
Seminarzentrum, Gasthof, Restaurant, Hofladen, Hotel und Museum fügen sich gut ein, wirken nicht protzig, lassen aber schon erahnen, dass sich hinter den Fassaden mehr findet als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Was da aber wirklich dahinter ist, würde man nicht einmal im Traum vermuten.

Außen hui – innen der Wahnsinn.
Kaum betritt man die Seminarwelt, beeindrucken Interieur und Technik in jedem Raum. Hier wurde nicht gespart und schnell wird klar, dies gilt für den ganzen Komplex. Überall Qualität bis ins Detail. Das teuerste Equipment war wohl gerade gut genug. Perfektes Schallmanagement in allen Seminarräumen machen Mikros meist entbehrlich und durch mobile Wandsysteme entsteht, ruck zuck, ein Saal mit einem Fassungsvermögen von 450 Personen. Davon träumen die Stadtväter von Klagenfurt seit Jahrzehnten.
Gleiches gilt für die eigene Seminarküche, welche praktischerweise, dank ihrer vier gleichen Kochstellen, auch als Lehrküche bzw. Masterchef Küche verwendet werden kann. Von hier aus werden Kleingruppen und Volksversammlungen gleichermaßen rasch bedient.

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Einen Wellnesstag soll man sich leisten.
Was für den sichtbaren Bereich gilt, setzt sich auch in der „Unterwelt“ fort. Alle Gebäude sind unterirdisch direkt miteinander verbunden. Der Wellnessbereich mit seinen fünf verschiedenen Saunen, Massageräumen, Wassersprudelbecken und Ruhezonen ist architektonisch eindrucksvoll und großzügig, wie alles in diesem Zentrum. Die Garderoben für Tages- und Seminar-/Hotelgäste sind getrennt zugänglich und der Fitnessraum mit allem bestückt, was gut und teuer ist. Profibetreuung inklusive.

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Dieser Gasthof sieht mich wieder.
Der erste Eindruck trügt nicht. Entweder du fühlst dich wohl oder nicht. Hier war sofort klar: dieser Gasthof sieht mich wieder. Natürlich, weil das Gulasch ausgezeichnet schmeckte und bald neben den Spezialitäten aus der Region auch frischester Adriafisch auf der Speisekarte steht. Aber vor allem, weil mich die Art, wie die Kellnerin einem Gast, der schon zu tief ins Glas geschaut hat, den Verzicht auf Alkohol schmackhaft machte echt überraschte. So einfühlsam und natürlich habe ich das noch nicht erlebt.
Diese ländlich bodenständige Freundlichkeit ist wohltuend im ganzen Komplex – aber besonders hier im Gasthof spürbar. Die Gaststube vermittelt natürliche Gemütlichkeit. Hier könnte man bleiben und die Zeit vergessen. Wenn bloß das Handy keinen Empfang hätte. Beim studieren der Menükarte merke ich, dass die Preiskalkulation auch den Sonntagsausflug mit der ganzen Familie bedacht hat. Wahrscheinlich weil es der Guido Schwengersbauer nicht anders gewohnt ist, von dort, wo er herkommt.

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Also der Schwengersbauer ist der neue Seppenbauer.
Der Chefkoch deutet, auf meine Frage nach dem Chef, auf die Bürotür: „klopfns nur on, er is’ eh do“. Was ich auch mache und, als sich die Tür öffnet, einen Flashback erlebe. Den graumelierten Herrn kenne ich doch, sehe, wie er in seiner Casa Romantica nahe Buje die Trüffel auf mein Steak hobelt und dabei erzählt wo es das beste Olivenöl zu kaufen gibt, wo man sonst noch essen kann und welcher Weinbauer besonders zu empfehlen ist.
Also ist es doch DER Schwengersbauer. Jener Salzburger, der maßgeblich an der Entwicklung des Hinterlandes von Istrien beteiligt ist. Dessen Frau mit ihm seit 30 Jahren Megaevents für viele große Automarken in Kroatien veranstaltet und der sich da unten auskennt, wie in seiner Westentasche. Seit gut zwei Monaten ist er der Geschäftsführer vom Seppenbauer.

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Warum tut er sich das an?
Mir brennt es auf der Zunge: „Warum tut er sich das an, in seinem Alter?“ Dass die touristische Erschließung in Istrien funktioniert hat, ist keine Garantie.
„Ja mei, es hat mehrere Anläufe gebraucht, bis ich mich habe überreden lassen. Ich zeige ihnen später den ganzen Komplex, dann erklärt es sich vielleicht von selber. Meine Frau macht das unten weiter wie bisher und ist ja nur drei Stunden entfernt. Man muss halt ein bisschen flexibel sein. Und ich fühle mich mit 67 nicht zu alt. Klar, es gibt kein Generalrezept, ich habe aber allein in den letzten Wochen so viel Positives erlebt, dass ich sehr zuversichtlich bin. Die gesamte Umgebung ist voll von Attraktionen. Da werden unglaublich viele Genüsse produziert die qualitativen Seltenheitswert haben, aber kaum bekannt sind. Die Leute sind ganz erstaunt, wenn man ihnen was abkaufen will. Dieses touristische Brachland hat ungeahntes Potential und ich will zu seiner Erschließung beitragen.

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Nebelfrei inklusive.
Guido Schwengersbauer erzählt weiter: Wir sind ja nur knapp 30 Autominuten von Klagenfurt entfernt und liegen in nahezu nebelfreier Zone. Das ist doch eine Idee, mit der ganzen Familie einen Erlebnis-, Wellness-, Tagesausflug zu veranstalten. Allein das Auto- und Motorradmuseum begeistert Groß und Klein und wird jetzt nochmals stark erweitert. Kinderspielplätze in- und outdoor machen auch den Eltern Freude und geben ihnen Zeit um zu relaxen.“

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Marktplatz mit besonderer Ausstrahlung.
„Unsere Devise ist Einbinden und nicht Abschotten. Lokale Bevölkerung, Tagesgäste, die sich einen schönen Tag machen wollen und Seminarteilnehmer sollen sich bei uns gleichermaßen wohlfühlen. Und sie sollen den Ort beleben, ihm jene südländische Aura geben, die wir am Süden so lieben. Daher veranstalten wir auch jeden ersten Freitag im Monat einen Alpen-Adria Markt hier am Platz mit vielen bäuerlichen Anbietern. Wozu kenne ich denn die besten Adressen in Friaul und Istrien? Zusammen mit den regionalen Spezialitäten ist das schon einen Ausflug wert. Die Produkte werden sich auch in unserem Hofladen und natürlich auf der Speisekarte des Restaurants wiederfinden.“

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Epilog.
Mittlerweile haben wir den Rundgang beendet und sitzen in der gemütlichen Gaststube bei einem Hirter Zwickl. Ich mache einen tiefen Schluck und versuche mir nicht anmerken zu lassen wie beeindruckt ich bin. Ich habe in den letzten Jahrzehnten schon vieles gesehen, aber noch nie ein Projekt, wo nicht der Sparstift sondern die Qualität so deutlich im Vordergrund steht.
Guido Schwengersbauer lehnt sich zurück, lächelt und sagt: „Wahrscheinlich wissen Sie jetzt, warum ich diese Herausforderung nicht ablehnen konnte.“ Ich nicke nur – was soll ich sagen.

 

DER SEPPENBAUER – DATEN / FAKTEN / EVENTS:

Gasthof / Restaurant
* Täglich geöffnet. Warme Küche von DI – SO von 09.00 – 24.00 Uhr. Montag Ruhetag
* Spezialitäten aus der Region und dem Alpen Adria Raum
* Highlights im März:
09., 10. u.11. März: Frische Meeresfische von und mit der Fischerfamilie Mauro Bernobić (Fischerei und Fischerhütte MaDaLu in Santa Marina/Istrien)
23. u. 24.März: Fischtage mit den berühmten Kulmer Fischen aus der Steiermark
24. März (Gründonnerstag) Alpen Adria Bauernmarkt.
Danach jeden ersten Freitag im Monat.

Seminarwelt
* 3 Seminarräume mit modernster Technik
* Veranstaltungshalle für bis zu 450 Personen mit versenkbarer Bühne
* Lehrküche & Schulungsbar

Hotel
* 35 Doppel- und Einzelzimmer ab € 70,-
* Dorfbäckerei mit Hofladen

Wellness / Fitness / Unterhaltung
*Wellness- und Spa-Bereich über zwei Etagen
*5 Saunen, Whirlpool und Fußsprudelbecken, Erlebnisduschweg
* Massagemöglichkeit nach Vereinbarung
* Fitnessraum mit hochwertigen Geräten und Simulationsprogrammen
* Kegelbahn, Weinkeller, Eventräume für private Veranstaltungen
* Kinderspielplätze, eigener Zugang für Tagesgäste

Auto- und Motorradmuseum
* 30 bestens gepflegte Automobile Schmuckstücke zurück bis ins Jahr 1900
* Einzigartige Vespa- und Motorradsammlung
* Flugzeug Doppeldecker aus dem ersten Weltkrieg
* Museum wird aktuell erweitert

Geschäftsführung:
Guido Schwengersbauer

Adresse:
Seppenbauer GmbH
9361 St. Salvator bei Friesach
Tel. +43 4268 20100
E-Mail: info@seppenbauer.eu
www.seppenbauer.eu

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(Bilder: Gerhard Smuck, SEPPENBAUER)

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